Elternratgeber Smartphone‑Sicherheit

Smartphones sind treue Begleiter für Kinder wie auch für Erwachsene. Zum Start des Schuljahrs haben wir einige praktische Sicherheitstipps zusammengestellt

Smartphones sind treue Begleiter für Kinder wie auch für Erwachsene. Zum Start des Schuljahrs haben wir einige praktische Sicherheitstipps zusammengestellt

Während in einigen Teilen der Republik die Kinder bereits virtuell oder persönlich in ihre Klassenzimmer zurückgekehrt sind, genießen andere noch ihre letzten Ferientage. Mit dabeihaben – ab einem gewissen Alter – alle ihr Smartphone, um Hausaufgaben weiterzugeben, Games zu spielen oder an den neuesten Social-Media-Challenges teilzunehmen. Und seit COVID-19 werden die Geräte sogar während der Unterrichtszeit benötigt, wenn Unterricht nur online stattfinden kann.

Dürfen sie selbst entscheiden, dann wenden sich Kinder schnell den unterhaltsameren Smartphone-Aktivitäten zu, statt damit zu lernen. Es kann dabei vorkommen, dass sie Cyberbedrohungen außer Acht lassen, die, von Cybermobbing über Betrug bis hin zu Kinderschändern, im Internet lauern. Zum Glück gibt es Verhaltensweisen und Tools mit denen Eltern die Smartphone-Aktivitäten ihrer Kinder im Auge behalten und sicherer machen können.

Passwörter, Passwörter, Passwörter

Sichere Passwörter sind die erste Verteidigungslinie, die andere davon abhält, auf die wertvollen Daten Ihrer Kinder zuzugreifen. Die von den Kindern verwendeten Apps und Dienste sollten mit starken und sicheren Passwörtern gesichert sein, die den Best Practices für die Passworterstellung folgen. Wenn Sie Ideen benötigen, wie Sie ihren Kindern spielerisch die Erstellung von Passwörtern und sichere Verhaltensweisen im Internet beibringen können, dann schauen Sie sich unseren unterhaltsamen Leitfaden zur Erstellung fantastischer Passwörter an. Wenn die Menge der Zugangsdaten überhandnimmt, dann sollten ihre Schützlinge die Nutzung von Passwort Managern in Betracht ziehen. Diese können den gesamten Login-Vorgang zum Kinderspiel machen.

Gleichzeitig sollten Kinder auch den Sinn von Passwörtern verstehen. Nur solange diese ein Geheimnis sind, halten sie Neugierige ab. Eltern sollten ihren Kindern erklären, wo und in welchen Situationen Passwörter gestohlen werden können. Zum Beispiel wenn man sie ungeschützt vor den Blicken der Schulkameraden eingibt oder sich in einem fremden Browser in sein E-Mail-Konto einloggt.

Ausgesperrt

Unser nächster Tipp sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Allerdings halten sich auch viele Erwachsene nicht daran. Nutzen Sie unbedingt eine Bildschirmsperre, um fremde Zugriffe auf ihr Smartphone zu verhindern. Ähnlich wie Passwörter verhindern Sperren, dass fremde Personen auf Ihre Geräte zugreifen, zum Beispiel wenn es verloren geht. Kinder sollten sich schon mit dem ersten Smartphone an die Nutzung der Bildschirmsperren gewöhnen. Sie sollten wissen, dass, wenn man sein Smartphone unbeaufsichtigt und ohne angemessene Sicherheit liegen lässt, jemand in seinen privaten Nachrichten oder Medien wühlen, die gefundenen Inhalte in der Schule verbreiten oder für Cybermobbing verwenden kann. Es gibt verschiedene Sperrmethoden zwischen denen man wählen kann, von Passwörtern und Mustersperren bis hin zu biometrischen Sperren. Bei Passwörtern ist es ratsam, ein starkes alphanumerisches Passwort zu erstellen, aber noch besser ist es zwei Sperrmethoden zu verwenden. Eine optimale Kombination wäre die Verwendung von zwei verschiedenen Authentifizierungsfaktoren wie einem biometrischen Faktor, wie einem Fingerabdruck, und einem Passwort.

Installieren Sie eine Sicherheitslösung

Wichtig ist als nächstes die Sicherung des Smartphones mit einer seriösen Sicherheitslösung, wo dies möglich ist (Android). Dies schützt zuverlässig vor den meisten Online-Bedrohungen, denen ihre Kinder begegnen können.  Zum Beispiel vor zweifelhaften Links, die auf bösartige Webseiten leiten oder vor Phishing-Seiten, die versuchen Anmeldedaten zu stehlen. wollen, die ihre Geräte mit Malware befallen oder sie dazu verleiten könnte, sich von ihren Anmeldeinformationen zu trennen. Kinder sind meist unbedarft, daher kann eine seriöse Sicherheitssoftware Eltern die Gewissheit geben, dass Ihre Kinder gut geschützt sind.

Meine Geräte finden und aus der Ferne löschen

Da Kinder dazu neigen nachlässig mit ihren Sachen umzugehen, kommt es vor, dass ihr Smartphone auf einmal weg ist. Als präventive Maßnahme in diesem Fall ist es am besten, die Option „Mein Gerät finden“ installiert und aktiviert zu haben. Damit können Sie ein eingeschaltetes Telefon finden und sogar aus der Ferne löschen. Die beiden großen Smartphone-Betriebssysteme – Android und iOS – bieten dafür beide eigene Lösungen an und sogar einige Smartphone-Hersteller haben dafür eigene Apps. Welche Option Sie auch immer bevorzugen, stellen Sie einfach sicher, dass sie betriebsbereit ist, bevor Sie Ihrem Kind das Telefon geben. Seriöse Sicherheitssoftware bietet oft auch eine eigene Variante dieser Funktionalitäten.

Eine Kindersicherung für das Smartphone

Die Ansichten zu Kindersicherungen sind unterschiedlich; Während viele Eltern bei ihren Kindern die rosarote Brille aufhaben und sehr nachsichtig sind, sehen andere das Internet als dunklen und gefährlichen Ort und tendieren dazu, es so gut wie möglich zu kontrollieren und zu entschärfen. Da die Vor- und Nachteile des Internets manchmal nur einen Klick voneinander entfernt sind, kann eine Kindersicherung ein praktisches Werkzeug sein, um Kindern genügend Freiheit bei der Nutzung ihrer Smartphones zu geben, während die Eltern ihre Aktivitäten gleichzeitig überwachen und sinnvolle Grenzen setzen können. Mit Kindersicherungs-Apps können Zeitlimits oder Sperren für Apps festgelegt werden. Außerdem können Sie potenziell schädliche und alterswidrige Inhalte herausfiltern, Suchmaschinen auf sichere und sichere Ergebnisse beschränken und Berichte über die Aktivitäten ihrer Kinder erhalten.

Smartphone-Sicherheit muss gelernt werden

Kindersicherungs-Tools und Sicherheitsfunktionen sind nur eine Seite der Medaille, wenn es darum geht ihre Kinder bei der Smartphone-Nutzung abzusichern. Am sichersten werden sie sein, wenn sie ihnen die richtigen Verhaltensweisen beim Thema Cybersicherheit beibringen und ihnen erklären, warum sie wichtig sind. Dies gilt genauso für die verschiedenen Aspekte von Social Media und die damit verbundenen Gefahren, wie Cybermobbing und Fake-News.

Fazit

Durch das Befolgen der hier genannten Ratschläge können sie die Risiken der Smartphone-Nutzung für Ihre Kinder minimieren, wenn Sie gleichzeitig sinnvolle Cybersicherheitsgewohnheiten fördern. So können Ihre Kinder von den Vorteilen von Smartphones profitieren und müssen nicht unter den Nachteilen der Online-Welt leiden.

Mehr Informationen zum Kinderschutz in der Online-Welt finden Eltern auf Saferkidsonline.de.

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