So sichert ihr euer TikTok‑Konto | WeLiveSecurity

So sichert ihr euer TikTok‑Konto

Vom Schutz eures Kontos bis zur Sichtbarkeit eurer Inhalte, wir zeigen wie ihr die Sicherheit und Privatsphäre bei TikTok erhöhen könnt.

Vom Schutz eures Kontos bis zur Sichtbarkeit eurer Inhalte, wir zeigen wie ihr die Sicherheit und Privatsphäre bei TikTok erhöhen könnt.

Seit ihrem Debüt vor 3 Jahren wird die App TikTok immer beliebter. Mittlerweile gehört sie zu den wichtigsten Social-Media-Plattformen der Welt und hat hunderte Millionen aktiver Nutzer in über 150 Ländern. Millionen von Menschen erstellen, teilen und schauen sich täglich Videos an: Sie interagieren miteinander teils zum Spaß und teils, um daraus eine Influencer-Karriere zu starten.

Doch TikTok macht auch aus anderen Gründen Schlagzeilen: In Indien wurde ein Verbot der Video-App erwirkt und die US-Regierung arbeitet an dem Verbot von TikTok beziehungsweise seiner Muttergesellschaft ByteDance. Außerdem werden der Video-App von der US-amerikanischen Federal Trade Commission und von südkoreanischen Behörden Datenschutzvergehen im Zusammenhang mit Daten von Kindern zu Last gelegt.

Kurz: Die Benutzer der App stehen vor ähnlichen Herausforderungen wie auf anderen Social-Media-Plattformen. Sie müssen sich teilweise mit Betrügern, Spammern und Cyberbullying sowie dem zu laxen Umgang mit persönlichen Daten auseinandersetzen.

In diesem Artikel führen wir euch durch die Datenschutz- und Sicherheitsoptionen, mit denen ihr eure TikTok-Konten sichern und schützen könnt.

So sichert ihr euer TikTok-Konto

Wenn ihr euch anmeldet, dann habt ihr die Möglichkeit dies mit einer beliebten Single Sign-On-Option oder über eure Telefonnummer oder E-Mail-Adresse zu machen. Im Anschluss ist die Verwaltung eures Kontos bei TikTok recht unkompliziert. Alle Einstellungen finden sich nachvollziebarerweise unter dem Menüpunkt „Mein Konto verwalten“.

Menü „Mein Konto verwalten“

Die Plattform erlaubt die Authentifizierung eures Kontos entweder über das Senden einer Textnachricht (SMS) an eure Telefonnummer oder per E-Mail. Um auf der sicheren Seite zu sein, könnt ihr sogar beide Optionen wählen. Wenn ihr ein Kennwort hinzufügen möchtet, müsst ihr euch erneut per Textnachricht authentifizieren. Obwohl es wie ein Sicherheitsvorteil aussieht, ist es doch erwähnenswert, dass es neben diesen Textnachrichten keine weitere Zwei-Faktor-Authentifizierungsoption gibt, wie sie bei den bekanntesten Social-Media-Plattformen üblich sind.

Neben den bereits erwähnten Standardoptionen habt ihr im selben Menü auch den Menüpunkt „Sicherheit“. Dort findet ihr eine Übersicht aller Sicherheitshinweise und -warnungen, für eure Gerät. Außerdem seht ihr hier alle Geräte, mit denen ihr bei TikTok angemeldet seid und die Art der Kontoauthentifizierung. Um sich von zusätzlichen Geräten abzumelden, könnt ihr sie antippen und dann auf „Entfernen“ tippen.

Privatsphäre- und Sicherheitsoptionen

Über den gleichnamigen Menüpunkt in den Einstellungen steuert ihr im Wesentlichen aller Berechtigungen und den Zugriff auf euer Konto. Wenn ihr ein Konto bei TikTok erstellt habt, dann ist es standardmäßig öffentlich. Unter „Auffindbarkeit“ könnt ihr dies in „Privates Konto“ ändern sowie festlegen, ob die App euer Konto anderen Benutzern vorschlagen soll.

 

Was die Sicherheit betrifft könnte man sagen, dass TikTok einen umfassenden Ansatz verfolgt. Zu den Einstellmöglichkeiten gehört die Option, den Download eurer Videos durch andere zu unterbinden. Diese Option ist derzeit aber nur in der Testphase. Benutzer können dieses Verbot allerdings auch mittels Screengrabbing umgehen.

Um Nachrichten mit jemandem auszutauschen, müsst ihr ihm/ihr folgen und sie müssen euch zurück folgen. Die Social Media App betrachtet diese Kontakte als euere „Freunde“. Daher werden Spam oder unerwünschte Nachrichten von Trollen, die in anderen sozialen Medien häufig vorkommen, durch eure Kontaktliste begrenzt. Dies verringert das Risiko solche Nachrichten zu bekommen stark, da ihr selbst die Personen auswählt, die das dürfen. Auf der anderen Seite steigt das Risiko zweifelhafte Nachrichten oder Werbung zu erhalten, wenn ihr vielen Content-Creators folgt. Nur wer den Empfang von Direktnachrichten vollständig deaktiviert ist ganz auf der sicheren Seite. Wenn ihr diesen Weg nicht gehen möchtet, könnt ihr Benutzer auch von Fall zu Fall blockieren. Diese werden dann in eurer Sperrliste angezeigt.

In den Sicherheits-Einstellungen könnt ihr auch festlegen, ob Benutzer mit euren Videos ein Stich oder Duett aufführen können, was bedeutet, dass sie eure Videos mit ihren eigenen kombinieren können. Ihr könnt wählen, ob ihr die Option nur euren Freunden erlaubt oder ganz ausschaltet.

Wenn ihr in TikTok surft, werden auch Videos angezeigt, die ihr vielleicht später erneut besuchen möchtet. Diese werden im „Gefällt mir“-Bereich eures Profils gesammelt. Ihr könnt selbst entscheiden, ob dieser Bereich für alle sichtbar ist oder nur für euch.

Außerdem könnt ihr festlegen wer eure Videos Kommentieren darf. Die Funktion lässt sich vollständig ausschalten, auf Freunde beschränken oder für jeden erlauben. Die App bietet außerdem einen Kommentarfilter, mit dem ihr automatisch Spam und anstößige Kommentare filtern könnt. Neben automatischen Schlüsselwörtern könnt ihr hier auch individuelle Schlüsselwörter vorgeben.

 

Vor und nach dem Hochladen könnt ihr außerdem einige Datenschutzoptionen für einzelne Videos bearbeiten, wie z. B. Duette und Kommentare zulassen und das Video öffentlich oder privat machen.

Fazit

Dieser Artikel sollte euch einen umfassenden Überblick über die Datenschutz- und Sicherheitseinstellungen von TikTok geben. Wie bei allen sozialen Medien ist es aber nicht unüblich, dass diese Einstellungen von Zeit zu Zeit überarbeitet werden, auch weil Anpassungen aufgrund von Datenschutzgesetzen nötig werden. Deswegen solltet ihr eure Sicherheits- und Datenschutzeinstellungen regelmäßig überprüfen. Und wenn ihr schon dabei seid, dann macht dies auch gleich bei euren anderen Social-Media-Accounts, z.B. bei Facebook und Google.

Falls ihr Eltern seid, dann interessiert ihr euch vielleicht auch für die Kinderschutzmöglichkeiten von TikTok. Wir werden diese kommende Woche in einem Artikel behandeln.

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