Wie Kids sicher mit Smartphone, Internet & Co umgehen lernen | WeLiveSecurity

Wie Kids sicher mit Smartphone, Internet & Co umgehen lernen

Zum Alltag von Grundschülern gehört mittlerweile auch der Umgang mit Smartphone und Tablet. Unsere ESET-Expertin Ildiko Bruhns empfiehlt Eltern, ihre Kinder sofort für die Gefahren zu sensibilisieren.

Zum Alltag von Grundschülern gehört mittlerweile auch der Umgang mit Smartphone und Tablet. Unsere ESET-Expertin Ildiko Bruhns empfiehlt Eltern, ihre Kinder sofort für die Gefahren zu sensibilisieren.

In vielen Bundesländern beginnt gerade das neue Schuljahr. Zum Schulalltag gehört dann auch für viele Schüler*innen zum ersten Mal ein Smartphone oder Tablet. Wir sprachen mit ESET-Expertin Ildiko Bruhns darüber, wie Eltern ihren Kindern den richtigen Umgang mit Smartphones, Apps und Internet beibringen können.

Hallo Ildiko, wenn jetzt die Schule wieder los geht haben viele Kinder einen neuen Alltagsbegleiter, ein Smartphone oder Tablet. Worauf sollten Eltern achten, wenn ihre Kids künftig online unterwegs sind?

Die ersten „Gehversuche“ im Internet beginnen schon in der Grundschule: Die Hälfte der 6 bis 7-jährigen nutzen schon ab und zu ein Smartphone und 40 Prozent gehen gelegentlich online. Schadprogramme wie Viren, Trojaner und Co. fängt man sich schon schnell als Erwachsener im Internet ein, zum Beispiel durch manipulierte Spiele-Apps oder auf gefälschten Webseiten. Wie soll dann der Nachwuchs erst diese unsichtbaren Gefahren „greifen“? Die Erwachsenen müssen den Kids beibringen, dass das Internet keine abgeschlossene Parallelwelt ist. Und hier gibt es nicht nur Menschen, die es gut mit ihnen meinen. Kindersuchmaschinen wie blinde-kuh.de, fragfinn.at und helles-koepfchen.de sind für den Nachwuchs besonders gut geeignet, weil der Content altersgerecht gefiltert wird. Das Gleiche gilt für geprüfte Nachrichten auf news4kids.at, logo!, Kinderradiokanal und kindernetz.de. Und auch ein Virenschutz hilft, digitale Bedrohungen einzudämmen.

 Nichts ist bei Kindern und Jugendlichen so beliebt wie Social Media & Messenger. Aber auch sie haben ihre Schattenseiten – Stichworte: WhatsApp-Kettenbriefe oder Cybermobbing, Wie können sich die Kids davor schützen?

Der Gruppendruck in Sozialen Netzwerken und Messengern wie WhatsApp ist häufig so hoch, dass Kids mehr von sich preisgeben, als sie vielleicht wollen. Und je mehr der Nachwuchs über sich verrät, umso angreifbarer wird er. Mittlerweile ist WhatsApp auch in den Schulklassen angekommen, Schüler tauschen Infos und andere Daten wie Telefonnummern aus. Hinzu kommt, dass die Wahrscheinlichkeit für Mobbing in Gruppen-Chats steigt, Kettenbriefe schnell die Runde machen und die persönlichen Daten der Kinder von WhatsApp bzw. vom Mutterunternehmen Facebook gespeichert und verwertet werden. Daher ist es wichtig, dass die Kids zum Beispiel ihre Nummer nicht einfach leichtfertig an Dritte rausgeben, Mobber und Fremde umgehend blockieren und auch nicht auf Kettenbriefe reagieren.

Seit der Corona-Krise wird digitales Lernen noch mehr zum Thema. Was sind die größten Herausforderungen beim Einsatz von Rechner & Tablets?

Medien sind eine gute Sache und Tablets beispielsweise eine Bereicherung für den Unterricht. Sie sind nicht nur überall, sei es mit oder ohne W-LAN, sondern auch vielseitig und flexibel einsetzbar. Quasi aus dem Stegreif können Lehrer und Eltern auf die Ideen oder Fragen der Kinder reagieren und eingehen. Von Recherchieren, Präsentieren, bis hin zu Video und Bilder aufnehmen – mit Tablet oder Rechner ist einiges machbar. Doch sowohl bei Eltern als auch Lehrenden gehören wahrscheinlich Administration, Pflege und IT-Sicherheit zu den größten Herausforderungen. Deswegen kann ich nur raten, immer Updates umgehend einzuspielen, eine Security-Software zu installieren und die Aufmerksamkeit der Kids zu schulen.

Vielen Dank, Ildiko.

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