Geschenke zum Valentinstag von Cyber‑Kriminellen | WeLiveSecurity

Geschenke zum Valentinstag von Cyber‑Kriminellen

An Valentinstag sind kleine Geschenke unter Verliebten keine Seltenheit. In der Cyberwelt verteilen dunkle Gestalten zum Valentinstag Geschenke der ganz anderen Art.

An Valentinstag sind kleine Geschenke unter Verliebten keine Seltenheit. In der Cyberwelt verteilen dunkle Gestalten zum Valentinstag Geschenke der ganz anderen Art.

Für manche Paare hat der Valentinstag eine besondere Bedeutung und das wissen auch Cyber-Kriminelle. Diese bereiten sich darauf vor, ihre Cyber-Bedrohungen verteilen zu können.

In einem anderen Beitrag haben wir uns bereits mit Betrügereien rund ums Online-Dating beschäftigt. In diesem Artikel beleuchten wir die vielen anderen Tricks der Cyber-Kriminellen.

Spam an Valentinstag

1.      Der virtuelle Liebesbrief – mit Spam

Ist es wirklich eine Nachricht vom Liebsten oder der Liebsten – oder handelt es sich bloß eine Spam-Masche? Am Valentinstag gilt besondere Vorsicht bei scheinbaren Liebesbotschaften, die per E-Mail eintreffen. Ohne Anti-Spam-Filter kann das Ganze schnell in einem Fiasko enden.

In den letzten Jahren beobachteten Security Experten immer wieder, wie an Valentinstag die Unaufmerksamkeit der User ausgenutzt wird. Cyber-Kriminelle spekulieren darauf, dass User auf einen Link in einer Spam-E-Mail im „Valentinstagsgewand“ klicken.

Dabei sollte man an Tagen wie diesen besonders vorsichtig sein, da viele Spam und Phishing-Kampagnen verbreitet werden. Diese erscheinen auch als Kommentare in Foren oder unter Blogbeiträgen.

An Valentinstag werden gerne romantische Nachrichten versendet. Dabei sollte man sich auf einen vertrauenswürdigen Dienst verlassen oder die Nachricht am besten persönlich überbringen.

Teddy Valentinstag

2.      Der trojanische Plüschbär

Eine Redensart besagt: „Außen hui und innen pfui“. Als nützliche Programme getarnt, erweist sich das trojanische Pferd nach einer gewissen Zeit als bedrohliche Malware. Von Beginn an verschweigt das Schadprogramm dem Anwender die nicht genannten zusätzlichen Funktionen, die es mitbringt.

Wearables zum Valentinstag

3.      Smarte Kleingeräte mit Spionage-Fähigkeiten

Geschenke gehören bei vielen an Valentinstag einfach dazu. Dabei muss es nicht unbedingt Schmuck sein. Beliebt sind ebenso Wearables wie Smartwatches oder Fitness Tracker. Allerdings bergen smarte Geräte auch immer eine Gefahr, da sie ständig mit dem Internet verbunden sind. Deshalb nennt man sie auch „Internet of Things“-Geräte.

Smart Devices sind eine Gefährdung für die Privatsphäre. Wer sich nicht ausreichend mit den Sicherheitseinstellungen befasst, muss fürchten, dass Cyber-Kriminelle via GPS immer die aktuelle Position des Trägers bestimmen können. Das hilft ihnen beispielsweise beim Planen eines Einbruchs.

Ganz allgemein sind smarte Geräte also mit Vorsicht zu „genießen“. Wir berichteten bereits über Vorfälle, in denen auf private IP- / Webcams oder Smart-TVs vom Internet aus zugegriffen werden konnte. Das stellt einen enormen Eingriff in die Privatsphäre der Nutzer dar.

Love Songs zum Valentinstag

4.      Das Love Songs Mixtape – Malware-Verbreitung via USB

Wer hat nicht schon einmal ein Mixtape mit bedeutsamen Love Songs zusammengestellt und verschenkt oder selbst geschenkt bekommen. In den 1980er und 1990er Jahren wurden die Songs noch von Kassette oder CD gespielt. Im digitalen Zeitalter zieht man die Tracks schnell und unkompliziert auf einen USB-Stick.

USB-Sticks sind aufgrund ihrer Unkompliziertheit sehr beliebt – auch unter Cyber-Kriminellen. Diego Pérez, Malware Analyst bei ESET meint: „Beim Anschließen eines Wechseldatenträgers wie USB-Stick oder externer Festplatte an einen kompromittierten Computer kann sich Malware kopieren. Dabei benutzt die Schadsoftware verborgene Dateiattribute und Verknüpfungen, um die stete Ausführung zu gewährleisten.“

Vor dem Anschließen eines Wechseldatenträgers ist also besondere Vorsicht geboten. Man weiß nie, was sich auf ihnen befindet. Neben den Love Songs versteckt sich auf dem USB-Stick vielleicht auch noch eine Daten klauende Malware – von der nicht einmal der Besitzer etwas ahnt.

Fake Geschenkgutschein zum Valentinstag

5.      Geschenkgutschein für ein Spa-Erlebnis – Vorsicht Scam!

Der Geschenkgutschein über ein Wellness-Wochenende, den der oder die Liebste schenkte, kann sich als Fälschung erweisen. Auch Cyber-Gauner lassen sich immer wieder etwas Neues einfallen, um arglosen Menschen Geld abzuknüpfen. Da wundert es nicht, wenn Wellness-Gutscheine gefälscht werden.

Valentinstag gilt als die perfekte Gelegenheit, um Wellness-Scam zu propagieren. In der Regel verfolgen die Cyber-Kriminellen das Ziel der Sammlung von persönlichen Daten. Abgegriffene E-Mail-Adressen landen später in den Empfängerlisten von Spammern.

In schlimmeren Szenarien greifen die Gauner auch Kreditkartendaten über Phishing-Webseiten ab, die sie später im Darknet verkaufen.

Pralinen zum Valentinstag

6.      Eine Pralinen-Schachtel – voller Würmer

Die Pralinen-Schachtel in Herzform ist an Valentinstag ein sehr beliebtes Geschenk unter allen Verliebten. Im Cyberspace gilt eine Schachtel oder Box metaphorisch aber auch als Versteck für Malware wie Würmer.

Computer-Würmer sind schädliche Programme, die sich selbst vervielfältigen, nachdem sie einmal ausgeführt wurden. Gut getarnte Würmer versuchen das Computersystem über die Registry so zu verändern, dass sie bei jedem Start automatisch ausgeführt werden.

Es gibt viele Cyberbedrohungen, die an Valentinstag ihr Unwesen treiben. Die meisten tarnen sich als lieb gemeinte Geste – sei es als Liebes-Mail, Gutschein oder in Form eines USB-Sticks mit Love Songs.

Verlässliche Antiviren-Programme kümmern sich um die Cybersecurity des Computersystems. Damit ist man vor den meisten Cyberbedrohungen geschützt – aber nicht nur an Valentinstag!

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