Betrug bei der Urlaubsbuchung – Scams bei Airbnb und Co

Die Urlaubssaison ist in vollem Gange. Auch für Cyberkriminelle, die Urlauber mit der perfekten Unterkunft ködern wollen.

Die Urlaubssaison ist in vollem Gange. Auch für Cyberkriminelle, die Urlauber mit der perfekten Unterkunft ködern wollen.

Die Sommerferienzeit ist da. Die meisten von uns möchten wieder reisen, unter Einhaltung der bestehenden COVID-19-Präventivmaßnahmen, und planen ihren Urlaub, wenn sie das nicht schon getan haben. Dazu gehört natürlich auch die Suche und Buchung einer Unterkunft. Während einige gerne Hotelzimmer beziehungsweise über Reisebüros buchen, suchen andere ihre Traum-Unterkünfte in angesagten Städten lieber über Dienste wie Airbnb. Bevor Sie allerdings blindlings bei verlockenden Angeboten zuschlagen, sollten Sie die Betrugsmaschen kennen, die ihnen begegnen können.

Bezahlung außerhalb der (Airbnb)-Plattform

Sie haben im Traumurlaubsort endlich ihr Traumapartment gefunden, das Sie buchen möchten. Die Fotos sehen gut aus, es ist in der Nähe interessanter Sehenswürdigkeiten und es sieht im Allgemeinen sehr gut aus. Sobald Sie jedoch mit dem Gastgeber Kontakt aufnehmen, versucht dieser Sie zur Kommunikation außerhalb der Airbnb-Plattform zu bewegen und möchte auch die Bezahlung anderweitig abwickeln. Das sollte für sie ein eindeutiges Warnsignal sein, denn der Diensteanbieter schreibt vor, dass alle Zahlungen über seine App beziehungsweise über seine Plattform erfolgen sollen. Dies ist zum Schutz der Nutzer und nur in diesem Fall werden auch Gebühren rückerstattet, die für betrügerische Angebote bezahlt wurden. Nur in einigen Fällen müssen zusätzliche Gebühren, wie Kautionen, persönlich bezahlt werden.

Selbst Airbnb warnt seine Kunden vor solchen Betrugsmaschen und fordert sie dazu auf, Gastgeber, die Zahlungen außerhalb der Website regeln wollen, sofort zu melden. Kunden sollten sich in diesem Fall weigern mit dem Gastgeber zu verhandeln und Airbnb kontaktieren, um das Problem zu lösen.

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Sei es geschäftlich oder zum Vergnügen, die meisten Menschen reisen. Deswegen gibt es auch eine potenziell sehr große Zielgruppe für Phishing-Kampagnen, bei denen Cyberkriminelle versuchen sich als Airbnb auszugeben, um so deren Zugangsdaten und persönliche Informationen zu stehlen. Gut gemachte Phishing-Mails können in jeder Hinsicht wie eine legitime Mail wirken und ein unwiderstehliches Angebot enthalten. Falls Sie jedoch auf den enthaltenen Link klicken, werden Sie entweder zu einer gefälschten Anmeldeseite weitergeleitet, wo die Kriminellen ihre Zugangsdaten abgreifen und missbrauchen wollen, oder die aufgerufene Seite versucht Malware auf ihr Gerät runterzuladen.

Zwar sind heutzutage die meisten E-Mail-Dienste mehr als in der Lage, diese Art von Betrugsmails herauszufiltern, aber es können immer einige Mails durch das Raster fallen. Daher sollten Sie nie auf unerwünschte Mails klicken, insbesondere wenn diese einen Link oder einen Anhang enthalten. Um die vollständige URL anzuzeigen, können Sie den Cursor über den Link bewegen, um zu sehen, wohin er weitergeleitet wird. Es ist auch sicherer die offiziellen Webseiten durch Eintippen der Adresse in den Browser aufzurufen, anstatt die Links in E-Mails anzuklicken.

Wohnungen, zu schön, um wahr zu sein

Beim Stöbern auf Airbnb, stoßen Sie möglicherweise auf verlockende Angebote, die auf den ersten Blick perfekt erscheinen. Gemeint sind luxuriöse Residenzen oder Apartments in gehobenen Lagen zu lächerlich niedrigen Preisen, beispielsweise eine Villa an der französischen Riviera für ein paar hundert Dollar pro Nacht. Es klingt eigentlich zu schön, um wahr zu sein und wahrscheinlich ist es das auch! Sie sind höchstwahrscheinlich über ein betrügerisches Angebot gestolpert und sollten auf jeden Fall vermeiden, den Ort zu buchen.

Falls Sie doch annehmen ein echtes Schnäppchen gefunden zu haben, dann sollten Sie das Angebot sorgfältig prüfen. Als erstes können Sie sich die durchschnittlichen Mietpreise in der Umgebung der Wohnung oder des Hauses ansehen und mit dem Angebot vergleichen. Praktisch kann auch die Rückwärtssuche für Bilder sein, um zu überprüfen, ob die Bilder auf anderen Webseiten oder in anderen Zusammenhängen ebenfalls verwendet werden. Möglicherweise wurden die Bilder von einer Webseite gestohlen, was bedeutet, dass das Angebot oder die Immobilie gefälscht ist. Falls sich Ihr Verdacht bestätigt, dann sollten Sie ihn umgehend Airbnb melden.

Vorsicht vor gefälschten Bewertungen

Bei ihrer Suche nach der besten Unterkunft, betrachten Sie vermutlich eine Kombination von Faktoren, wie bester Preis, Lage und Komfort. Dies erfordert in der Regel viel Recherche und ein sorgfältiges Scannen der Bewertungen früherer Mieter. Eine gesunde Portion Skepsis ist angeraten, wenn Sie auf Angebote mit sehr vielen großartigen Bewertungen stoßen. Passt die Menge der Bewertungen zum Gesamtzeitraum, den es das Angebot schon gibt? Sind sich die Bewertungen ähnlich?

Die beste Vorgehensweise ist es, nur nach Gastgebern zu suchen, die den Verifizierungsprozess von Airbnb durchlaufen haben. Denn Betrüger werden sich wahrscheinlich nicht mit echten Dokumenten bei einem Dienst verifizieren lassen, wenn sie vorhaben, Leute um ihr Geld zu erleichtern. Besonders zuverlässig gelten auch Gastgeber mit dem sogenannten Superhost-Status, da sie in der Vergangenheit nachgewiesenermaßen einen hervorragenden Service geboten und eine niedrige Stornierungsrate vorzuweisen haben.

Fazit

Für viele war es ein langes Jahr ohne große Urlaubsmöglichkeiten und nun besteht endlich wieder die Möglichkeit zu verreisen. Trotzdem sollten wir bei der Auswahl und Buchung unseres Urlaubsaufenthalts auf der Hut sein, um nicht auf Betrugsmaschen von Cyberkriminellen hereinzufallen. Seien Sie also wachsam, wenn Sie auf spektakuläre Angebote stoßen, führen Sie einen Hintergrundcheck der Unterkünfte durch und seien Sie, wie immer, besonders vorsichtig bei unerwünschten E-Mails, die Links zu vermeintlich großartigen Angeboten enthalten.

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