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Home Office – Security‑Tipps für Arbeitnehmer

Als Vorsichtsmaßnahme gegen die Verbreitung des Coronavirus verlagern sich aktuell viele Arbeitsplätze in die heimischen vier Wände. Nicht jeder Arbeitnehmer und -geber sind darauf jedoch vorbereitet. Wie kann man also möglichst sicher von zu Hause aus weiterarbeiten?

Als Vorsichtsmaßnahme gegen die Verbreitung des Coronavirus verlagern sich aktuell viele Arbeitsplätze in die heimischen vier Wände. Nicht jeder Arbeitnehmer und -geber sind darauf jedoch vorbereitet. Wie kann man also möglichst sicher von zu Hause aus weiterarbeiten?

Die aktuelle Situation verdeutlicht, wie wichtig vorausschauende Planungen sind. Doch so mancher Plan wird viel zu schnell von der Realität überrannt oder einfach zu lange auf die lange Bank geschoben. So finden sich aktuell viele Arbeitnehmer mit der Situation konfrontiert, inmitten der häuslichen Umgebung mit allen ihren Ablenkungen, so normal wie möglich weiterarbeiten zu müssen. Nicht alle Unternehmen haben jedoch die Möglichkeit, ihre Angestellten mit firmeneigener Hardware wie Laptops auszustatten. Nicht wenige sitzen nun vorm privaten Laptop, PC oder Tablet und sollen möglichst sicher Unternehmensdaten bearbeiten oder auf die Server der Firma zugreifen können.

Hier nun also die wichtigsten Tipps für Heimarbeiter:

  1. Aktualisieren Sie Ihre Geräte
    Egal ob privates oder Firmengerät: Schauen Sie, ob das Betriebssystem und die zum Einsatz kommenden Softwares aktuell sind. Windows 10 Nutzer geben dazu im Suchfeld am unteren linken Bildschirmrand das Wort „Update“ ein und gelangen so zu den Windows Updates. Microsoft Office wird über diesen Weg ebenfalls mit aktualisiert. Bei anderen Anwendungen und Browsern findet sich die Aktualisierung meist unter „Hilfe > Über…“ in den jeweiligen Oberflächen. Der Windows Store aktualisiert ebenfalls eine ganze Reihe an Anwendungen. Hierzu das Symbol in der Taskleiste oder über das Suchfeld „Store“ eingeben und dort oben rechts das Menü „…“ öffnen und „Downloads und Updates“ auswählen.
    Nutzer von macOS klicken links oben auf das Apple-Symbol > Über diesen Mac > Softwareupdate um Betriebssystemaktualisierungen zu suchen. Die meisten Anwendungen lassen sich ebenfalls durch das Öffnen des Stores und dort im Menü „Updates“ finden.
    Außerdem sollte geprüft werden, ob der (W)LAN Router die neueste Firmware besitzt. Hier konsultieren Sie bitte das Handbuch des Routers, wie Sie in die Administrationsoberfläche gelangen.
    Bei Smartphones und Tablets, egal ob Android oder iOS finden sich die Menüs für Betriebssystemupdates in den Einstellungen der Geräte. Beide Plattformen verfügen zudem über eine Suche, die den Vorgang abkürzen kann. In den jeweiligen Stores können zudem die Apps aktualisiert werden.
    Am Besten ist es, wenn überall das automatische Installieren von Updates aktiviert ist, so sparen Sie sich, regelmäßig nachschauen zu müssen.
  2. Nutzen Sie zusätzliche Schutzsoftware
    Cyberkriminelle haben gerade Konjunktur und nutzen die Verunsicherung der Nutzer schamlos aus. Aktuell sehen wir eine Reihe an gefälschten Mails, die entweder Login-Daten erbeuten wollen oder die Nutzer dazu verleiten wollen, angebliche Corona-Info-Apps zu installieren, wobei es sich um Malware, wie Banking-Trojaner handelt. Da der in Windows 10 enthaltene „Defender“ keine Emails und Webseiten überprüft, kann er auch nicht zuverlässig schützen. Setzen Sie also eine Lösung ein, die möglichst unabhängig vom Email-Programm alle eingehenden Mails auf Schadcode oder Spam prüft und welche auch Webseiten unabhängig vom Browser prüft und die falschen Login-Seiten automatisch blockiert. Achten Sie zudem darauf, dass die Aktualisierungen der Schutzmodule und Erkennungsdatenbanken regelmäßig erfolgt und eine Internetverbindung zu den Cloud-Schutzdiensten des Herstellers besteht. Nur so kann Sie die Software bestmöglich vor den neuesten Bedrohungen schützen. Es ist auch nicht verkehrt, einen gründlichen Tiefenscan des Systems zu starten, bevor Sie mit der Arbeit beginnen.
  3. Lesen Sie sich Anleitungen des Unternehmens sorgfältig durch
    Sie sollen ein VPN („Virtual Private Network“) verwenden oder eine Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen, um auf Unternehmensdaten und -server, sowie -dienste zugreifen zu können, haben aber noch nie etwas davon gehört? Dann sollte Ihnen Ihr Arbeitgeber eine Anleitung zu Seite gestellt haben, die Ihnen die notwendigen Schritte zur Absicherung des Heimarbeitsplatzes genau erklärt und Sie durch eventuell notwendige Installationsvorgänge führt. Lesen Sie diese sorgfältig durch und befolgen Sie diese Schritt für Schritt. Gute Anleitungen haben zudem Kontaktinformationen zur IT-Abteilung des Unternehmens. Scheuen Sie sich nicht, diese zu nutzen, sollten Sie einmal nicht weiterkommen. Fragen Sie keinesfalls Bekannte oder Verwandte, da diese keine Firmeninterna, wie Speicherorte, kennen sollten, oder anderweitig mit Firmendaten in Kontakt kommen sollten.

    Installation eines VPN Clients

    Gute Dokumentationen helfen Ihnen bei der richtigen Auswahl.

  4. Auf privaten Geräten – Arbeitsordner anlegen
    Sollten Sie aufgrund der Ausnahmesituation kein Firmengerät erhalten haben und mit privatem Equipment arbeiten, dann versuchen Sie, die Firmendaten von den privaten bestmöglich zu trennen. Die einfachste Möglichkeit dazu ist, einen neuen Ordner „Arbeit“ direkt auf dem Desktop Ihres Computers anzulegen. Achten Sie bei eventuellen Downloads darauf, dass Sie entweder mit „Speichern unter…“ diesen Ordner auswählen oder nach dem Download die Dateien manuell in selbigen verschieben.

Besondere Ereignisse erfordern besondere Maßnahmen. Wir alle brauchen jetzt ein wenig mehr Geduld, als sonst und sind wie immer gut beraten, egal in welcher Situation nicht in Panik zu verfallen. Wir hoffen, dass Ihnen diese Tipps ein wenig weiterhelfen. Natürlich wird es eine ähnliche Zusammenstellung als Checkliste für Unternehmen geben. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen alles Gute!

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