Unternehmen im Balkan durch Backdoor & RAT‑Malware bedroht | WeLiveSecurity

Unternehmen im Balkan durch Backdoor & RAT‑Malware bedroht

ESET-Forscher deckten eine Malware-Kampagne gegen Buchhalter im Balkan auf. Gleich zwei schädliche Tools kamen zum Einsatz: BalkanDoor & BalkanRAT.

ESET-Forscher deckten eine Malware-Kampagne gegen Buchhalter im Balkan auf. Gleich zwei schädliche Tools kamen zum Einsatz: BalkanDoor & BalkanRAT.

Eine anhaltende Malware-Kampagne zielt derzeit auf den Balkan ab. Zwei Tools – eine Backdoor und ein Remote Access Trojaner – bedrohen dort ansässige Unternehmen. Wir gaben den Malware-Tools die Namen BalkanDoor bzw. BalkanRAT.

BalkanRAT ermöglicht Angreifern einen entfernten kompromittierten Computer über eine grafische Oberfläche fernzusteuern. BalkanDoor sorgt für die Fernsteuerung via Kommandozeile. ESET Sicherheitsprodukte erkennen die Cyber-Bedrohungen als Win{32,64}/BalkanRAT und Win32/BalkanDoor.

Bei der Malware-Kampagne setzen die Operatoren auf die Verbreitung von schädlichen E-Mails. Diese verteilen wiederum BalkanRAT und BalkanDoor auf den Rechnern der Opfer. Damit sind die Angreifer in der Lage, die volle Kontrolle über den kompromittierten PC zu erhalten. Durch die ungewöhnliche Zusammenstellung der Tools haben die Cyberkriminellen die Wahl, mithilfe welcher Methode sie Befehle auf dem ferngesteuerten PC ausführen.

Um die Aufmerksamkeit auf die schädlichen Mails zu lenken, entschieden sich die Malware-Operatoren für das Thema Steuern. Alle E-Mails samt Links und PDFs greifen das Thema in irgendeiner Weise auf. Offenbar richten sich die Cyber-Angriffe gegen Finanzabteilungen von Unternehmen im Balkan-Gebiet. Zwar werden Backdoors und RATs gerne für Cyber-Spionage-Zwecke eingesetzt. Dennoch gehen wir davon aus, dass diese Malware-Kampagne finanziell motiviert ist.

Die schädliche Kampagne ist seit mindestens Januar 2016 aktiv. Teilweise informierten serbische Security-Anbieter (2016) und das kroatische CERT (2017) knapp über den damaligen Stand der Malware-Kampagne. Jeder Bericht konzentrierte sich dabei nur auf eine der beiden angesprochenen Malware-Tools sowie auf ein einziges Land. Unsere Analyse stellt hingegen signifikante Überschneidungen dar, sowohl bei den Zielen als auch bei den Taktiken und den technischen Vorgehensweisen der Angreifer.

Unsere Ergebnisse zeigen, wie die Cyber-Angriffe inszeniert wurden und warum wir die Malware-Kampagne als eine langfristig angelegte betrachten.

Die ESET-Forschung warf mehr Licht ins Dunkle der Malware-Kampagne und verdeutlichte die Zusammenhänge. Dabei entdeckte man eine neue BalkanDoor-Version, welche mit neuer Installationsmethode daherkam: dem WinRAR ACE (CVE-2018-20250)-Exploit. Darüber hinaus konnten wir herausfinden, dass man beide Malware-Tools via Zertifikat digital signierte. Eines war sogar zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Beitrags noch gültig. Dieses wurde durch SLOW BEER LTD ausgestellt. Nach unserem Hinweis zog die Zertifizierungsstelle das Zertifikat zurück.

Dieser Beitrag beschreibt den Funktionsumfang von BalkanDoor und BalkanRAT. Die Analysen werden zeigen, wie das zuerst genannte Tool als Windows Service läuft, um den Windows Logon Screen ferngesteuert zu deaktivieren – ohne Passwort oder das Starten eines Prozesses mit höchsten Rechten­. Das zweite Tool missbraucht eine sonst legitime Remote Desktop Software (RDS) wie auch andere Tools und Skripte, um sich vor dem User des kompromittierten PCs zu verstecken.

Die Ziele und die Verbreitung der Malware-Kampagne

Sowohl BalkanRAT als auch BalkanDoor verbreiteten sich in Kroatien, Serbien, Montenegro sowie Bosnien und Herzegowina.

Abbildung 1: Malware-Verbreitung nach Ländern aufgeschlüsselt

Abbildung 1: Malware-Verbreitung nach Ländern aufgeschlüsselt

Unseren Telemetrie-Daten zufolge ist die Kampagne seit mindestens 2016 aktiv – die meisten Erkennungen gab es aber erst gegen Ende des Juli-Monats dieses Jahres.

Die Angreifer haben ihre Tools über böswillige E-Mails („Malspam“) mit Links zu einer böswilligen Datei verbreitet.

Die in den E-Mails enthaltenen Links halfen der Verbreitung von BalkanRAT und BalkanDoor, das sie sonst legitime Webseiten offizieller Einrichtungen nachahmten – wie beispielsweise:

Table 1. Domains misused in the campaign
Malicious domainReal domainInstitution
pksrs[.]compks.rsChamber of Commerce and Industry of Serbia
porezna-uprava[.]comporezna-uprava.hrMinistry of Finance of Croatia, Tax Administration
porezna-uprava[.]net
pufbih[.]compufbih.baTax Administration of the Federation of Bosnia and Herzegovina

PDF-Köderdokumente griffen das Thema Steuern auf:

Table 2. Decoy PDFs used in the campaign
PDF nameLanguageContent
MIP1023.pdfBosnianTax form
Ponovljeni-Stav.pdfBosnianTax law
AUG_1031.pdfBosnianInstructions for using tax filing application
Zakon.pdfCroatianTax law
ZPDG.pdfSerbianTax law
Abbildung 2: PDF-Köder

Abbildung 2: PDF-Köder

In den meisten Fällen werden die Links, die auf eine ausführbare Datei (.exe) lenken, als Links zu einer PDF-Datei getarnt. Die EXE ist ein WinRAR-Selbstextraktor, dessen Name und Symbol geändert wurden, um einem PDF-Dokument zu ähneln und den User hinters Licht zu führen. Wenn es ausgeführt wird, ist es so konfiguriert, dass es den Inhalt entpackt und das Täuschungs-PDF öffnet, um jeden Verdacht auszuschließen. Dann werden entweder BalkanRAT oder BalkanDoor unbemerkt ausgeführt.

In einigen der neusten BalkanDoor-Samples verbreitet sich Malware als ACE-Archiv, getarnt als RAR. Die Malware-Entwickler nutzen die WinRAR ACE Sicherheitslücke CVE-2018-20250 aus, um ihren Schadcode auszuteilen. Am 28. Februar 2019 schlossen die RAR-Entwickler die Sicherheitslücke mit Version 5.70. Vorherige Versionen waren dafür bekannt, für die Verbreitung von Malware herangezogen zu werden.

Die auf einem Exploit basierende Verbreitung von BalkanDoor geschieht auf verstohlenere Weise, da die heruntergeladene Datei nicht mehr ausgeführt werden muss. Das erweckt weniger Verdacht beim kompromittierten User.

Balkan Malware-Kampagne

Nach unseren Telemetrie-Daten zufolge gelangten die meiste Zeit immer beide Tools – BalkanDoor & BalkanRAT – auf die PCs der Opfer. Die Kombination der Tools bietet den Angreifern sowohl eine Kommandozeile als auch eine grafische Oberfläche für den Zugriff auf den kompromittierten Computer.

Das folgende Beispielszenario erklärt einen Angriff, wenn beide Tools auf einem PC bereitgestellt wurden:

Die Angreifer bemerken die Bildschirmsperre eines entfernten PCs. Der User verwendet seinen PC im Augenblick wahrscheinlich nicht. BalkanDoor kann einen Screenshot senden, der zeigt, dass der Computer gesperrt ist oder die Angreifer benutzten den View Only Mode von BalkanRAT. Mithilfe des BalkanDoor-Backdoors senden die Cyberkriminellen den Befehl zum Entsperren des Bildschirms. BalkanRAT ermöglicht ihnen dann, beliebiges aus- bzw. durchzuführen.

Selbst wenn die Opfer ihren Computer gerade nicht benutzen, besteht die Gefahr die Handlungen der Angreifer zu entdecken. Trotz dieses Nachteils kann die Verwendung des RDS-Tools hilfreich sein. Der Angreifer ist nicht an die im Backdoor enthaltenen Befehle oder auf seine Programmierkenntnisse beschränkt: Er kann Aktionen immer noch manuell ausführen, was bei einer Backdoor Unmengen an Code bedeuten würde.

Grundsätzlich könnte das Balkan-Toolset auch für Spionagezwecke eingesetzt werden. Allerdings zeigen nicht nur die Ziele und die Verbreitung der Malware, sondern auch unsere Analyse der Tools, dass die Angreifer auf Profit aus sind und nicht unbedingt spionieren wollen.

Im BalkanDoor-Backdoor gibt es keinen Kanal für den Upload von ausspionierten Dokumenten. Wenn die Malware für Spionage-Zwecke gedacht gewesen wäre, müsste es einen Exfiltrationskanal geben. Zumindest als Backup / Alternative zum manuellen Abgreifen von Daten.

Gegen Spionage-Zwecke spricht auch die API-Schnittstelle in BalkanRAT. Sie ermöglicht das auflisten verfügbarer Smartcards via SCardListReadersA/ SCardConnectA API. Smartcards werden in der Regel von Banken oder Regierungen zur Identitätsbestätigung des Inhabers ausgestellt. Bei Missbrauch können Smartcards illegale / betrügerische Aktivitäten erleichtern, wie z.B. das digitale Unterzeichnen eines Vertrags oder das Validieren einer Geldtransaktion usw.

In der Vergangenheit haben wir diese Funktion in Operation Buhtrap gesehen, einer Kampagne, die sich gegen russische Banken richtete.

Analyse der BalkanDoor

BalkanDoor ist eine simple Hintertür mit einer überschaubaren Anzahl von unterstützten Befehlen (Herunterladen und Ausführen einer Datei, Erstellen einer Remote-Shell, Erstellen eines Screenshots). Die Backdoor kann verwendet werden, um Aufgaben auf dem kompromittierten Computer zu automatisieren oder mehrere betroffene Computer gleichzeitig automatisch zu steuern. Seit dem Jahr 2016 sahen wir sechs Versionen der Hintertür mit verschiedenen unterstützten Befehlen.

Die Backdoor registriert sich im System selbst als Dienst unter verschiedenen Service Names (z.B. WindowsSvc, WindowsPrnt, WindowsConn oder WindowsErr). Flankierende Batch Skripte sichern darüber hinaus die Persistenz auf dem kompromittierten System via Registry Run Keys oder durch einen Eintrag im Startup Folder.

Nach der Installation der Backdoor stellt der Computer eine Verbindung zu einem C&C-Server her, identifiziert sich anhand des Computernamens und fordert Kommandos an. Die Backdoor kann über eine fest codierte Liste eine Verbindung zu einem der C&C-Server herstellen – eine Art Fallback. Eine Verbindung wird über HTTP oder HTTPS realisiert. Bei HTTPS werden die Serverzertifikate ignoriert.

Wenn keine Verbindung zustande kommt, kann die Backdoor auf den vom Benutzer konfigurierten Proxy zurückgreifen und den Verbindungsversuch wiederholen.

Die Backdoor-Befehle stammen aus einer INI-File. Darin stehen die Eigenschaften, welche die Befehle, Argumente und beabsichtigen Empfänger bestimmen. Durch Angabe der Empfängerliste kann der Angreifer seine Befehle an mehrere gefährdete Computer gleichzeitig senden, z.B. um automatisch Screenshots aller gefährdeten Computer zu erstellen.

Table 3. BalkanDoor’s commands
CommandsFunctionality
cnSpecifies computer name(s) of the intended recipients of the commands
du, intDownload and execute a file
du, ra, de, rpoDownload and execute a file, in the specified context and on a specified desktop
ripCreate a remote shell accessible from the specified IP address
scr_int, scr_durCapture a series of screenshots of the specified duration

Darüber hinaus kann die Backdoor in verschiedenen Modi ausgeführt werden, welche durch die Befehlszeilenargumente bestimmt werden. Diese Modi können selbst als Backdoor-Befehle dienen (wenn von Remote-Shell ausgeführt):

Table 4. BalkanDoor’s modes
ArgumentFunctionality
/unlockUnlocks the screen
/rcmdCreates a remote shell and redirects its input/output to the specified IP address
/takescrCaptures a series of screenshots, duration determined by other arguments
/runExecutes the specified command using cmd.exe
/runxExecutes the specified command using cmd.exe, on the active (input) desktop
/instInstalls itself as a service and starts the main procedure (see /nosvc)
/startStarts the associated service, which starts the main procedure (see /nosvc)
/nosvcMain payload, communicates with C&C and interprets backdoor commands

Unter allen BalkanDoor-Funktionalitäten ist das Entsperren der Bildschirmsperre ohne Passwort wohl am bedeutendsten.

Diese Funktion ist besonders dann praktisch für die Angreifer, wenn ein angemeldeter Benutzer den Computer sperrt. Der „Sperrbildschirm“ ist nur ein weiterer Desktop für das System, sodass jede Malware mit den entsprechenden Berechtigungen per Befehl zu einem echten Desktop wechseln kann. Für diesen Vorgang ist kein Kennwort erforderlich.

Abbildung 3: Code, der für das Entsperren des Computers verantwortlich ist, wenn BalkanDoor mit dem Argument "/ unlock" remote ausgeführt wird.

Abbildung 3: Code, der für das Entsperren des Computers verantwortlich ist, wenn BalkanDoor mit dem Argument „/unlock“ remote ausgeführt wird.

Analysis der BalkanRAT

BalkanRAT ist etwas komplizierter als BalkanDoor. Das Ziel des Remote Access Trojans (RAT) ist die Bereitstellung einer Remote Utilities Software Kopie – eine kommerzielle Software des russischen Herstellers Remote Utilities, LLC. Sie stellt den Remotezugriff auf einen Computer her oder wird für die Remoteverwaltung gebraucht. BalkanRAT stellt dem Angreifer auch die für den Remotezugriff erforderlichen Anmeldeinformationen zur Verfügung.

BalkanRAT verfügt über mehrere zusätzliche Komponenten, die das Laden, Installieren und Verbergen der RDS (Remote Desktop Software) unterstützen. Sie können Ausnahmen zur Firewall hinzufügen, das RDS-Fenster und das Taskleistensymbol ausblenden sowie das Vorhandensein aktiver Prozesse im Task-Manager verbergen.

Abbildung 4: In der Kampagne verwendete Komponenten zum Bereitstellen und Ausblenden der RDS.

Abbildung 4: In der Kampagne verwendete Komponenten zum Bereitstellen und Ausblenden der RDS.

  1. Der Dropper entpackt zuerst alle Komponenten; eine Konfigurationsdatei-Datei, die Remote Desktop Software und Kernkomponente (Für Installation verantwortlich) sowie ein Userland-Rootkit, ein GUI-Hider und eine Köder-PDF.
  2. Der Dropper öffnet die PDF-Datei, um keine Skepsis beim User zu erwecken.
  3. Im Installationsmodus führt der Dropper heimlich die Kernkomponente (32-Bit) aus.
  4. Die 32-Bit Kernkomponente installiert sich selbst so, dass sie bei jedem Start automatisch geladen wird. Außerdem fügt das Modul für die RDS eine Ausnahme zur Firewall hinzu. Zudem werden die in der Konfigurationsdatei angegebenen Befehle inst1 und inst2 ausgeführt. Die Komponente führt sich dann erneut im Stealth-Mode aus.
  5. In diesem Modus funktioniert die Kernkomponente wie ein Keylogger.
  6. Falls notwendig und möglich, führt sich die Komponente als 64-Bit-Version im Injection-Mode aus.
  7. Die 64-Bit Kernkomponente fügt das Userland-Rootkit (64-Bit) zu den Task-Manager-Prozessen hinzu. Das Rootkit versteckt die schädlichen Prozesse dann.
  8. Die 32-Bit Komponente lädt die RDS. Das RDS-Fenster wird wiederholt kontrolliert und geschlossen (da es sich um eine GUI-Anwendung handelt).
  9. Nun fügt die 32-Bit Kernkomponente das 32-Bit Userland-Rootkit zu den Task-Manager-Prozessen hinzu. Das Userland-Rootkit verbirgt dann die schädlichen Prozesse.
  10. Die Kernkomponente (32-Bit) führt zuletzt die in der Konfigurationsdatei angegebenen Befehle cmd1 und cmd2 aus. Durch einen dieser Befehle startet GUI-Hider, bei dem es sich um ein AutoHotKey-Skript handelt, das das Taskleistensymbol der RDS verbirgt.

Hinweis: Einige Komponenten sind optional. Manchmal werden sie auch als Gruppe bereitgestellt, die eine verschlüsselte Payload und den entsprechenden Loader umfassen. Auf diese Details gehen wir allerdings nicht näher ein.

Die Konfigurationsdatei von BalkanRAT liegt im INI-Dateiformat vor (ähnlich wie bei BalkanDoor für die Backdoor-Befehle) und besitzt einen [CFG]- Abschnitt. Die INI-Datei wird von der Kernkomponente der Malware und dem Userland-Rootkit verwendet.

PropertyFunctionality
inst1, inst2Commands executed by the core component during installation
cmd1, cmd2Command executed by the core component main payload
hprocList of processes that should be hidden by userland rootkit
mprocList of processes where userland rootkit is injected
Abbildung 5: Konfigurationsdatei von BalkanRAT - Eigenschaften (oben) und Beispiel (unten)

Abbildung 5: Konfigurationsdatei von BalkanRAT – Eigenschaften (oben) und Beispiel (unten)

Der Kern von BalkanRAT gleicht einer Mehrzweckkomponente (32-Bit und 64-Bit Versionen vorhanden). Mithilfe von Befehlszeilen-Argumenten können verschiedene Modi ausgeführt werden. Der Kern ist für die Installation der BalkanRAT genauso verantwortlich, wie für das Starten des Userland-Rootkits und dem Hinzufügen von RDS-Ausnahmen zur Firewall.

Table 5. BalkanRAT’s core component – supported functionality
ArgumentFunctionality
/rhcExecutes a batch file
/fwlAdds exception to the firewall for the specified program
/sregSets configuration data for the RDS in the registry (especially email address where the credentials should be sent)
/instEnsures persistence by adding itself to the [HKEY_CURRENT_USER\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\Windows] registry key under the “load” entry. Adds exception for the RDS to the local firewall. Executes itself again in the main mode (no arguments).
/injInjects the userland rootkit library into processes, as specified in the configuration file
(none)Main mode. Executes the 64-bit version of itself (if applicable), injects the userland rootkit, executes the RDS and hides the window by changing its coordinates to values outside the screen.
Another thread captures pressed keystrokes.

Der Hauptteil der BalkanRAT-Malware besteht aus der angesprochenen Kopie der Remote Utilities Software für den Remotezugriff. Anstatt der offiziellen Version, benutzen die Angreifer eine mit einem eigenen Zertifikat signierte Kopie.

Um eine Verbindung zum C&C-Server herstellen zu können, muss der Client-Computer mit einer eindeutigen ID und einem Passwort versehen werden, die der Server vorab generierte. Die von BalkanRAT bereitgestellte RDS ist so konfiguriert, dass das Passwort für alle Opfer dasselbe ist und die generierte eindeutige ID vom Tool an die E-Mail-Adresse des Angreifers gesendet wird.

Da das von BalkanRAT missbrauchte Remote Access Tool ansonsten legitim ist, kann es auf die Kommunikationsinfrastruktur von Remote Utilities (rutils.com, server.rutils.com) zurückgreifen. Für User und Antivirenprogramme gibt es kaum Anhaltspunkte, die Vorgehensweise als kritisch einzustufen.

Auf diese Weise gelangen Angreifer an die Anmeldedaten und können dadurch über die Remote Utilities Software auf die kompromittierten Rechner ferngesteuert zugreifen. Mit dem Tool können sie den Bildschirm übertragen, um die Aktivitäten des Users zu überwachen. Oder sie übernehmen den PC des Opfers im Ganzen.

Abbildung 6: Ein Fenster, das das Opfer niemals sieht. Bei einer legitimen Version von Remote Utilities ist dieses Fenster sichtbar. BalkanRAT versteckt es jedoch mithilfe der GUI-Hider-Funktion.

Abbildung 6: Ein Fenster, das das Opfer niemals sieht. Bei einer legitimen Version von Remote Utilities ist dieses Fenster sichtbar. BalkanRAT versteckt es jedoch mithilfe der GUI-Hider-Funktion.

Um unerkannt zu bleiben, benutzt BalkanRAT das GUI-Hider-Feature. Mit Ausnahme einiger älterer Samples ist es als AutoHotKey-Skript implementiert und in eine .exe kompiliert. Dadurch kann das Feature auch auf Computern ausgeführt werden, die AutoHotKey nicht installiert haben. Das Skript sorgt unter anderem dafür, dass das Taskleistensymbol des RDS-Clients nicht zu sehen ist.

Abbildung 7: AutoHotKey-Skript, das in den Ressourcen-Abschnitt der ausführbaren Datei eingebettet ist.

Abbildung 7: AutoHotKey-Skript, das in den Ressourcen-Abschnitt der ausführbaren Datei eingebettet ist.

Das beachtliche an BalkanRAT ist nicht nur die Eigenschaft, die GUI zu verstecken, sondern auch Prozesse vor dem User verbergen zu können.

Um das zu erreichen, werden Userland-Rootkit-Bibliotheken in Prozesse eingefügt, die in der Konfigurationsdatei fest codiert sind. Das Userland-Rootkit verknüpft die NtQuerySystemInformation-Funktion mit dem Prozess, in den man es einbaut. Wird SystemProcessInformation abgefragt, werden alle Einträge für Prozesse mit den in der Konfigurationsdatei angegebenen Namen herausgefiltert. Infolgedessen zeigen herkömmliche Task-Manager die Prozesse, die die Angreifer vor dem Benutzer verbergen möchten, nicht an.

Abbildung 8: Links: Durch das Userland-Rootkit tauchen einige Prozesse im Task-Manager nicht auf. | Rechts: Ohne Rootkit sind alle Prozesse sichtbar.

Abbildung 8: Links: Durch das Userland-Rootkit tauchen einige Prozesse im Task-Manager nicht auf. | Rechts: Ohne Rootkit sind alle Prozesse sichtbar.

Die Liste der ausgeblendeten Prozesse beinhaltet natürlich hauptsächlich jene von BalkanRAT. Allerdings tauchen dort auch Namen wie „weather.exe“ oder preserve.exe“ auf, die BalkanDoor zuzuordnen sind. Das stützt die These, dass die beiden Tools tatsächlich zusammen bereitgestellt werden.

Fazit

Sowohl BalkanRAT als auch BalkanDoor bringen beachtliche Funktionen mit sich und beide stellen ein erhebliches Risiko für die Opfer dar. In Kombination als Toolset bilden sie eine noch leistungsstärkere „Cyber-Waffe“.

Die Malware-Kampagne hat es vorrangig auf Buchhalter im Balkan-Gebiet abgesehen. Teilweise lassen sich Parallelen zu einer Kampagne gegen ukrainische Notare im Jahr 2016 ziehen. (Die einzige Quelle dazu in Russisch). In diesem Fall bestand das Ziel der Angreifer darin, die Kontrolle über einen Notarcomputer zu übernehmen und „im Auftrag des Notars“ illegale Handlungen durchzuführen.

Genauso wie Angreifer betrügerische Transaktionen im Namen eines Notars vollziehen können, sind sie auch in der Lage, sich als Manager einer Finanzabteilung auszugeben.

Um sich davor zu schützen sollten alle Personen in einem Unternehmen grundlegende Cyber Security Regeln verinnerlichen und befolgen. E-Mails mit Links und Anhängen sollten immer genau geprüft werden („Kenne ich den Absender und kann ich diesem vertrauen?“). Jegliche Software muss auf dem neusten Stand sein, um Exploits zu verhindern. Außerdem trägt eine proaktive Sicherheitslösung zum besseren Schutz vor Malware bei.

Indicators of Compromise (IoCs)

ESET detection names

Win32/BalkanDoor.A
Win32/BalkanDoor.B
Win32/BalkanRAT.A
Win32/BalkanRAT.B
Win64/BalkanRAT.A
Win64/BalkanRAT.B

SHA-1

BalkanDoor – executable files

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BalkanRAT – executable files

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FA19E71F9A836EA832B5D738D833C721D776781A
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Remote Utilities (otherwise legitimate releases signed by attackers’ certificates)

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Scripts

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B248E43BAB127D8E1E466821B96B7B7ECF37CB78

Configuration files

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Decoy PDF files

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Misused certificates

NameEmailValid fromValid toSHA1 ThumbprintStatus at the time of writing
AMO-K Limited Liability Companyllc.amo-k@list.ru2015/07/302016/07/284E36C4D10F1E3D820058E4D451C4A7B77856BDB3Expired
Valmpak, TOVtov-valpak@mail.ru2016/04/102017/04/0117D50E2DBBAF5F8F60BFFE1B90F4DD52FDB44A09Revoked
Valmpak, TOV-2016/08/222017/11/044A362020F1AFD3BD0C67F12F55A5754D2E70338CRevoked
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ADUNIK LTD-2017/10/112018/10/12E7DF448539D1E2671DCF787CF368AAC2ED8F5698Expired
SLOW BEER LTDadministrator@
slowbeerltd.info
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File names

BalkanDoor

Dropper: Zakon.exe
Backdoors: weather.exe, winmihc.exe, Preserve.exe, PreservS.exe, WindowsConnect.exe
Scripts: weather.cmd, winmihc4.cmd, mihcupdate.cmd
Decoy PDF file: Zakon.pdf

BalkanRAT

Droppers: ZPDGI.exe, ZPDGV.exe, ZPDGE.exe, ZPDGO.exe, ZPDGU.exe, ZPDGA.exe, Ponovljeni-Stav.exe, AUG_1031.exe, MIP1023.exe
Configuration file: stg.cfg
Decoy PDF files: ZPDG.pdf, Ponovljeni-Stav.pdf, AUG_1031.pdf, MIP1023.pdf
Core component: winchk32.exe, wininit.exe, hide.exe, winchk64.exe
RDS: rutserv.exe, rfusclient.exe
Userland rootkit: winmmon.dll, winmmon64.dll
GUI hider components: serk.bat, serk.exe

Folder names

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%WINDIR%\29D451CF-3548-4486-8465-A23029B8F6FA
%WINDIR%\B1EDD68E-6AD8-4A7E-91A1-3C30903B8DD4
%APPDATA%\1B20F6AA-6CAD-45A7-81CB-120FB86FECD8
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%APPDATA%\B1EDD68E-6AD8-4A7E-91A1-3C30903B8DD4

C&C servers

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http://bestfriendsroot[.]com/weather.php
http://bestfriendsroot[.]com/zagreb.php
http://consaltingsolutionshere[.]com/smart.php
http://consaltingsolutionshere[.]com/weather.php
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http://limosinevipsalon[.]com/kversion.php
http://luxembourgprotections[.]com/kversion.php
http://malmevipbikes[.]se/kversion.php
http://split.malmevipbikes[.]se/dekol.php
http://zagreb.porezna-uprava[.]com/dekol.php

Email addresses used to exfiltrate Remote Utilities credentials

b.klokov@inbox.ru
galkin.valentin.83@bk.ru
gligorijmaskov@mail.ru
ivan.aslanov@newmail.ru
ivan.tatarov@qip.ru
melikov.viktor@yandex.ru
mr.aleksandrandreev@mail.ru
test@bbportal.info
tgerik@list.ru
vladzlobin@list.ru

MITRE ATT&CK techniques

BalkanRAT

TacticIDNameDescription
Initial AccessT1192Spearphishing LinkBalkanRAT is distributed via emails that contain links to malware.
ExecutionT1059Command-Line InterfaceBalkanRAT uses cmd.exe to execute files.
T1106Execution through APIBalkanRAT uses ShellExecuteExW and LoadLibrary APIs to execute other malware components.
T1064ScriptingBalkanRAT uses batch scripts for malware installation and execution.
T1204User ExecutionBalkanRAT relies on the victim to execute the initial infiltration. The malware is disguised as PDF documents with misleading names, in order to entice the intended victim to click on it.
PersistenceT1060Registry Run Keys / Startup FolderBalkanRAT uses the following Registry Run key to establish persistence: [HKEY_CURRENT_USER\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\Windows], “load”.
Privilege EscalationT1134Access Token ManipulationBalkanRAT is able to impersonate the logged-on user using DuplicateTokenEx or ImpersonateLoggedOnUser APIs.
Defense EvasionT1116Code SigningBalkanRAT is digitally signed with code-signing certificates.
T1140Deobfuscate/Decode Files or InformationBalkanRAT decrypts and decompresses some of its components.
T1089Disabling Security ToolsBalkanRAT is capable of adding exceptions to the local firewall, using its COM interface.
T1112Modify RegistryBalkanRAT modifies the [HKEY_CURRENT_USER\Software\Usoris\Remote Utilities\Server\Parameters] registry key to store configuration of the RDS
T1027Obfuscated Files or InformationSome components of BalkanRAT are compressed and then encrypted by a XOR cipher.
T1055Process InjectionBalkanRAT injects a userland rootkit library into processes of task manager utilities.
T1108Redundant AccessOperators of BalkanRAT have been seen deploying a second malicious tool (BalkanDoor) to preserve remote access in case BalkanRAT is removed.
T1014RootkitBalkanRAT uses a userland rootkit that hooks the NtQuerySystemInformation function to hide the presence of malicious processes.
T1143Hidden WindowBalkanRAT uses 3 rd party remote desktop software and hides its window and tray icon in order to hide it from the user.
DiscoveryT1082System Information DiscoveryBalkanRAT collects the computer name and the language settings from the compromised machine.
CollectionT1056Input CaptureBalkanRAT is capable of logging pressed keystrokes.
Command and ControlT1219Remote Access ToolsBalkanRAT has misused legitimate remote desktop software for remote access.

BalkanDoor

TacticIDNameDescription
Initial AccessT1192Spearphishing LinkBalkanDoor is distributed via emails that contain links to download malware.
ExecutionT1059Command-Line InterfaceBalkanRAT uses cmd.exe to create a remote shell.
T1106Execution through APIBalkanRAT uses ShellExecuteExW and LoadLibrary APIs to execute files.
T1203Exploitation for Client ExecutionBalkanDoor can be distributed as an ACE archive disguised as a RAR archive, exploiting CVE-2018-20250 vulnerability in WinRAR to execute malicious code.
T1064ScriptingBalkanDoor uses batch scripts for malware installation and execution.
T1035Service ExecutionBalkanDoor’s backdoor can be executed as a service.
T1204User ExecutionBalkanDoor relies on the victim to execute the initial infiltration. The malware is disguised as PDF documents or RAR archives with misleading names, in order to entice the intended victim to click on it.
PersistenceT1050New ServiceBalkanDoor can be installed as a new service, mimicking legitimate Windows services.
T1060Registry Run Keys / Startup FolderBalkanDoor can be installed in the Registry Run key, or dropped in the Startup folder.
Privilege EscalationT1134Access Token ManipulationBalkanDoor is able to create a process under the security context of a different user, using DuplicateTokenEx, SetTokenInformation or CreateProcessAsUserW APIs.
Defense EvasionT1116Code SigningBalkanDoor is digitally signed with code-signing certificates.
T1107File DeletionBalkanDoor deletes files with backdoor commands after the commands have been executed.
T1158Hidden Files and DirectoriesBalkanDoor sets attributes of its files to HIDDEN, SYSTEM and READONLY.
T1036MasqueradingBalkanDoor can be installed as a service with names mimicking legitimate Windows services.
T1108Redundant AccessOperators of BalkanDoor have been seen deploying a second malicious tool (BalkanRAT) to preserve remote access in case BalkanDoor is removed.
DiscoveryT1082System Information DiscoveryBalkanDoor collects the computer name from the compromised machine.
CollectionT1113Screen CaptureBalkanDoor can capture screenshots of the compromised machine.
Command and ControlT1043Commonly Used PortBalkanDoor uses ports 80 and 443 for C&C communication.
T1090Connection ProxyBalkanDoor is capable of identifying a configured proxy server if one exists and then using it to make HTTP requests.
T1008Fallback ChannelsBalkanDoor can communicate over multiple C&C hosts.
T1071Standard Application Layer ProtocolBalkanDoor uses HTTP or HTTPS for network communication.

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