Fünf Gründe: Warum Unternehmen auf MSP setzen sollten

Warum Unternehmen auf MSP setzen sollten

Immer weniger IT-Aufgaben werden von Unternehmen ausgelagert. Stattdessen geht der Trend zur eigenen, schlanken IT-Abteilung und Managed Services.

Immer weniger IT-Aufgaben werden von Unternehmen ausgelagert. Stattdessen geht der Trend zur eigenen, schlanken IT-Abteilung und Managed Services.

Outsorcing war gestern: Gerade mittelständische Unternehmen wollen ihre Assets nicht aus der Hand geben, sind aber dennoch gezwungen, interne IT-Fachkräfte von Alltagsaufgaben zu entlasten und „schlank“ zu bleiben. All das spricht dafür, Basis-Themen wie die IT-Sicherheit von externen Dienstleistern betreuen zu lassen.

Rückblickend muss das Outsorcing oder Offshoring ganzer IT-Abteilungen fast als „Modewelle“ in der IT-Welt betrachtet werden: Nur bei wenigen Unternehmen – davon hauptsächlich Großkonzerne – hat es sich als strategisch klugen Schritt erwiesen, die gesamte IT auszulagern und von einer externen Firmentochter oder einem Dienstleister managen zu lassen. Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich hingegen Managed Services. Deren Nutzung verschafft IT-Abteilungen auch in kleineren Betrieben größere Spielräume, um sich auf wichtige Kernaufgaben zu konzentrieren. Basis-Themen wie IT-Sicherheit oder Storage können indes von externen Dienstleistern betreut werden. Dabei werden im Regelfall keine Infrastruktur- oder Personalressourcen ausgelagert. Das erweist sich spätestens auf den zweiten Blick als großer Vorteil der Managed Services gegenüber dem klassischen Outsourcing. Vorhandene Mitarbeiter werden entlastet, aber nicht abgeschafft: Sie können sich wieder auf ihre eigentlichen Kernaufgaben konzentrieren. Zudem verbleibt die Hoheit über die Assets (Soft- und Hardware) und den Service weiterhin beim Unternehmen.

  1. Service-Level-Agreements statt „Katze im Sack“

Werden externe Anbieter als Managed Service Provider beauftragt, ist ein Unternehmen nicht auf Gedeih und Verderb auf die Werbeversprechen angewiesen. Seriöse IT-Dienstleister oder Systemhäuser sorgen dafür, dass zuvor genau definierte Leistungen zur Verfügung gestellt werden. Das kann beispielsweise die regelmäßige Kontrolle der IT-Infrastruktur sein: Der beauftragte Dienstleister sorgt dafür, dass mögliche Probleme frühzeitig erkannt werden. Sie werden folglich gelöst, bevor Störungen auftreten. Grundsätzlich werden Managed Service-Leistungen vor Vertragsabschluss gemeinsam mit den IT-Verantwortlichen eines Unternehmens definiert und festgehalten. Man kauft keinesfalls die berühmte Katze im Sack: Auf Basis eines zuvor vereinbarten Service-Level-Agreements (SLA) kann das beauftragende Unternehmen jederzeit messen und bewerten, ob die beauftragten Services zufriedenstellend erfüllt werden. Häufig stellen Managed Service Provider ihren Kunden auch proaktiv regelmäßige Auswertungen zur Verfügung, so dass gut nachvollziehbar ist, welche Dienstleistungen erbracht wurden und wo womöglich noch Handlungsbedarf besteht.

  1. Vom Erfahrungsschatz profitieren

Vor manchen Krankheiten, wie beispielsweise einer Virusgrippe, bleibt nahezu kein Mensch im Laufe seines Lebens verschont. Und das, obwohl fast jeder ein paar gute Ratschläge parat hat, wie man eine Grippe vermeidet oder sie schnell wieder loswird. Auf solche Unwägbarkeiten dürfen sich Unternehmen mit ihrer Firmen-IT nicht verlassen. Deshalb ist es sinnvoll, nicht jede auftretende Schwierigkeit selbst in die Hand zu nehmen. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen stellt es eine enorme Herausforderung dar, technisch immer auf dem neuesten Stand zu bleiben und das notwenige Know-how kontinuierlich selbst parat zu haben. Wer mit einem Anbieter für Managed Services kooperiert, profitiert von dessen Erfahrungsschatz und oft langjährig aufgebautem Fachwissen. So bleibt beispielsweise die eingesetzte IT-Security-Lösung immer auf dem aktuellen Stand. Zudem profitieren Businessanwender von der Flexibilität ihrer MSP-Partner: Stehen Veränderungen an, kann darauf in der Regel extrem schnell reagiert werden. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels, der sich stark in der IT-Sicherheit bemerkbar macht, wiegen diese Punkte umso schwerer.

  1. Kalkulierbare Kosten statt unkalkulierbare Schäden

Auf den ersten Blick mögen Managed Services kostspielig erscheinen. Gerade kleinere Unternehmen sind beim Blick auf monatliche Pauschalen oft erstmal abgeschreckt. Diese Sichtweise ändert sich jedoch meist sehr schnell, wenn das Unternehmen bereits einmal mit einem Totalausfall zu kämpfen hatte: Muss dann ein externer IT-Dienstleister als „Feuerwehr“ beauftragt werden, droht nicht selten eine saftige Rechnung. Hinzu kommt in diesem Fall natürlich der Image-Schaden: Können Kunden tagelang nicht zufriedenstellend bedient werden oder sind Mitarbeiter zu tagelanger Untätigkeit verdammt, spricht sich das schnell herum – sehr zur Freude der Konkurrenz. Bevor solche Schäden entstehen, sollte also gründlich überlegt werden, welche Teilbereiche der IT durch einen Managed Service sinnvoll unterstützt werden könnten. Die gute Nachricht: Die dafür anfallenden, monatlich laufenden Kosten sind – im Gegensatz zu einem Ausfall – sehr gut kalkulierbar!

Speziell in der IT-Sicherheit bieten Managed Services einen echten Kostenvorteil. Hersteller wie ESET bieten tagesaktuelle Abrechnungen über alle eingesetzten Securitylösungen an. Die Kosten sind für den Kunden transparent und vor allem zahlt er nur das, was er wirklich einsetzt. Das Problem der zu viel oder der falsch gekauften Lizenzen kann als gelöst betrachtet werden.

  1. Die eigene Infrastruktur absichern

Nicht jeder Anbieter von Managed Services bietet die gleichen Lösungen an. Demgegenüber ähneln sich häufig die Anforderungen von Unternehmen, die Managed Services beauftragen: Die meisten Firmen beauftragen Services, die – branchenunabhängig – die eigene Infrastruktur absichern und die Betriebssicherheit gewährleisten. Am gefragtesten sind deshalb IT-Security-Lösungen (wie beispielsweise Antiviren-, Antispam-Plattformen und Firewalls), ein aktives Patch Management und Storage Services. Beauftragt wird zudem die Bereitstellung, Konfiguration und Wartung von zentralen Server-Applikationen in Verbindung mit Infrastruktur-Services.

  1. Zukunftssicherheit schaffen

Managed Services werden gerade bei mittelständischen Unternehmen an Wichtigkeit gewinnen und in den nächsten Jahren immer stärker nachgefragt werden. Gut beraten ist, wer heute schon Erfahrungen mit entsprechenden IT-Dienstleistern sammelt. Viele Anbieter gehen gezielt auf die Anforderungen ihrer Kunden ein und bauen ihr Know-how und ihr Angebot entsprechend passend aus. Neue Themen werden hinzukommen: Insbesondere im Umfeld der IoT und Industrie 4.0 werden Service Provider in zunehmendem Maße gefragt sein. Sie werden die passenden Tools und Services bereitstellen.

Auch im Workplace-Bereich werden die Ansprüche der Unternehmen steigen, so dass hier der Bedarf und die Anforderungen an MSPs wachsen. Ein wichtiger Aspekt werden auch hier Security Lösungen sein, die in neue Services implementiert werden müssen. Die Zusammenarbeit mit einem Managed Service Provider kann so auch im Hinblick auf Nachhaltigkeit als kluge Strategie erweisen: Nahezu alle Unternehmen stehen heute schließlich vor der Herausforderung, komplexe IT-Strukturen immer verfügbarer und leistungsfähiger zur Verfügung zu stellen. Hierzu fehlt intern häufig das Personal mit ausreichenden Kapazitäten oder dem neuesten Fachwissen.

Fazit

Managed Services sind eine gute Möglichkeit, sowohl standardisierte als auch individuelle Dienstleistungen extern betreiben zu lassen, ohne die Hoheit über die eigene IT zu verlieren. Die interne IT-Abteilung wird dabei mehr und mehr zum Service Broker im Unternehmen, der sich zunehmend um die Zusammenarbeit mit den Servicenutzern oder Fachbereichen kümmert. Sie organsiert die geforderte Agilität, Flexibilität und Skalierbarkeit der Unternehmens-IT und stellt sie in Zusammenarbeit mit externen Partnern sicher.

 

 

Image Credit: Rawpixel/Shutterstock

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