Tipp zur richtigen Datensicherung: Das Backup

Tipps zur richtigen Datensicherung: Das Backup

Niemand muss wichtige Daten verlieren. Eine Regelmäßige Datensicherung schützt sensible Daten und das eigene Gemüt. Jetzt ein Backup starten!

Niemand muss wichtige Daten verlieren. Eine Regelmäßige Datensicherung schützt sensible Daten und das eigene Gemüt. Jetzt ein Backup starten!

Es gibt viele mögliche Szenarien, wie Daten verloren gehen können. Eines der schlimmsten Ereignisse ist sicherlich der Diebstahl des Laptops oder des Smartphones. Auch auf anderem Wege kann man den Zugang zu seinen wichtigen Daten verlieren – ohne dass sie gestohlen werden müssen. In diesem Fall handelt es sich um Ransomware. Seit geraumer Zeit verbreitet sich diese Malware. Cyber-Kriminelle haben eine funktionierende Methode – nämlich das verschlüsseln von Dateien – gefunden, um Geld von ihren Opfern zu erpressen.

Beide Szenarien sind sehr ärgerlich. Aber es gibt einen einfachen Weg, den Schaden zu begrenzen: die Datensicherung. Eine Kopie von wichtigen Daten für den Fall eines Datenverlusts wird auch Sicherungskopie bzw. Backup genannt.

Es gibt viele unterschiedliche Methoden, sein System zu sichern. Einige davon möchten wir hier vorstellen. Jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile – auch darauf werden wir genauer eingehen. Eines ist jedoch sicher. Es ist immer besser, mehr als ein Backup parat zu haben. Betrachten wir beispielsweise folgenden Fall: Bob besitzt eine externe Festplatte extra nur für die Datensicherung, die immer an seinem PC angeschlossen ist. Alice besitzt auch eine externe Festplatte, die sie nach der Datensicherung allerdings wieder von ihrem Laptop trennt. Beiden widerfährt nun das gleiche Missgeschick. Ihr System wurde durch Locky kompromittiert und wichtige Daten scheinen verloren zu sein. Bei Bob ist das sogar der Fall. Alice hat richtig gehandelt und kann ihre Dateien wiederherstellen. Die Ransomware konnte auch Bobs Festplatte angreifen, da sie an seinem PC eingebunden war. Damit sind auch seine Backups verloren. Daraus lernen wir, dass Backup-Speichermedien nie am Laptop oder PC eingebunden bleiben sollten.

Welche anderen Methoden der Datensicherung es noch gibt, erläutern wir im Folgenden:

1.      USB-Stick

Backup auf einem USB-Stick

USB-Sticks sind handlich, günstig und in unzähligen Variationen, Farben und Formen erhältlich. Durch die kleine und leichte Bauweise lassen sie sich sicher und gut verstauen. Leider kann das so weit gehen, dass manch einer die kleinen Flash-Speicher nie mehr wiederfindet. Damit sind dann auch die darauf gespeicherten wertvollen Daten verloren. Außerdem haben sie den Nachteil, begrenzt beschrieben und gelesen werden zu können. Deswegen empfehlen wir, auch auf andere Backup-Methoden zu setzen.

Pros:

+ extrem handlich

+ sehr günstig

+ leichter Datentransfer

Cons:

– leicht zu verlieren

– Schreib-/Lesezugriffe beschränkt

2.      Externe Festplatte

Backup auf einer externen Festplatte

Externe Festplatten sind vielseitig einsetzbar. Handelsübliche Festplatten beinhalten eine sich drehende Magnetscheibe, auf der die Daten geschrieben sind. Seit geraumer Zeit gibt es auch sogenannte Solid State Drives (SSD), die durchschnittlich höhere Schreib- und Leseraten aufweisen – im Vergleich aber Teurer als konventionelle Festplatten sind. Zur Datensicherung empfehlen wir eine externe Festplatte, die für keine anderen Zwecke gebraucht und nur offline verwendet wird. Warum ergibt sich aus dem obigen Beispiel mit Alice und Bob.

Pros:

+ konventionelle Festplatten sind günstig

+ bieten viel Speicherplatz für größere Dateien

Cons:

– konventionelle Festplatten sind gegen Überspannungen oder Stöße im Betrieb anfällig

3.      Network Attached Storage (NAS-Systeme)

Backup auf einem wireless NAS

Besonders Unternehmen vertrauen darauf, ihre sensiblen Dateien auf NAS-Systemen zu speichern. Es gibt auch kleinere NAS-Systeme für den Heimgebrauch. Das lohnt sich vor allem bei mehreren Computern im Haus. Hier spielt der Gedanke der Verfügbarkeit eine wichtige Rolle. Im Prinzip gibt es einen zentralen Speicher auf den mehrere Computer im internen Netzwerk zugreifen können. Neue Modelle können sogar per WLAN betrieben werden.

Pros:

+ für automatische Backups geeignet

+ WLAN-Modelle auch für Smartphones und Tablets geeignet

Cons:

– durchaus teuer

– Einrichtung im Netzwerk z.T. herausfordernd

4.      Backups in der Cloud

Backup in der Cloud

Das heimische NAS-System stellt im Prinzip eine eigene kleine Cloud dar. Wer kein NAS zu Hause haben möchte oder kann, sollte sich bei iCloud, Dropbox, Google Drive oder OneDrive umsehen. Das sind die größten Anbieter sogenannter Cloud-Lösungen für Heimanwender. Praktisch: Automatische Uploads von Bildern und Videos in die Cloud von Smartphone und Tablet sind möglich.

Pros:

+ automatische Uploads

+ beschränkter aber freier Speicherplatz

+ geräteunabhängige Lösungen

Cons:

– benötigt eine Internetverbindung

– Sicherheitslücken beim Anbieter?

– Unternehmen können Dienste einstellen

5.      Ausdrucken

Backup als Hardcopy

Diese Methode erscheint zunächst ungewöhnlich, eignet sie sich zum Beispiel nicht für Audio- oder Videodateien. Durch das Ausdrucken eines Dokuments erhält man eine sogenannte Hardcopy. Das können zum Beispiel Kontoauszüge, Bilder oder sonstige Unterlagen sein. Diese können bei Stromausfällen unter Umständen nützlich sein. Leider sind Ausdrucke nicht sehr gut auf den aktuellsten Stand zu bringen.

Pros:

+ Ausdrucke widerstehen Hardware-Ausfällen

+ Für Hacker nicht zu erreichen

Cons:

– nicht für Videos oder Audios zu gebrauchen

– ungeschickt zu verwalten

– weniger praktisch bei längeren Dokumenten

– nicht umweltfreundlich

Wie auch immer die Methode der gewählten Datensicherung aussehen mag, wir empfehlen mindestens zwei Backups anzulegen. Niemand ist vor einem Hardware-Ausfall gefeit. Viele Menschen kümmern sich nicht um die Sicherung ihrer Daten, weil es ihnen zu aufwendig erscheint. Erst, wenn es zu spät ist, erkennen sie den Fehler. Niemand muss wichtige Daten verlieren, wenn die richtige Prävention betrieben wird: Eine Datensicherung.

Hier können Sie mitdiskutieren