Podcast: Auch Crypto-Miner profitieren vom Spiele-Boom

Auch Crypto-Miner profitieren vom Spiele-Boom

Die Gaming-Branche ist ein Milliarden-Geschäft – auch Cyber-Kriminelle erkennen die Potentiale und setzen beispielsweise auf Crypto-Miner. In einem Podcast erklärt Thomas Uhlemann, was Gamer dagegen unternehmen können.

In der Woche vom 21. Aug. 2018 bis 25. Aug. 2018 findet die 10. gamescom statt. Aussteller aus über 50 Ländern und Spielebegeisterte aus aller Welt werden in Köln zur weltweit größten Messe für Computer- und Videospiele erwartet. Über 350.000 Teilnehmer sollen die gamescom in diesem Jahr besuchen. Das große Interesse an der Gaming-Industrie scheint ungebrochen zu sein.

Die hohe Zahl an Gaming-Begeisterten birgt aber auch ihre Gefahren. Vor allem Online-Spielende gelangen in das Visier von Betrügern und werden durch falsche Versprechungen um ihr Geld und ihre Daten gebracht. Oder Schadsoftware gelangt heimlich auf die Computer, die dann wie gelähmt wirken.

Gerade Gaming-PCs bieten hohe Leistungsreserven. Das wissen auch Cyber-Kriminelle. Security Specialist Thomas Uhlemann von ESET erklärt: „Ganz aktuell sind Crypto-Miner. Das ist Schadsoftware, die meinen Rechner – oder eben auch mittlerweile mein Smartphone oder Tablet – dafür missbraucht, um so genanntes Cryptogeld bzw. Cryptowährung wie Bitcoin oder Monero zu berechnen. Das ist sehr rechenintensiv. Und das heißt also, ich habe dann mein Gerät nicht mehr für den Zweck, für den ich das eigentlich haben wollte, sprich: Surfen, Spielen, Arbeiten, weil der Prozessor die ganze Zeit am Rechnen ist.“

Computer-User merken, wenn Crypto-Miner am Werk sind. Läuft am Rechner ständig die Lüftung, laufen Smartphone oder Tablet heiß oder lassen sich Videos plötzlich nicht mehr ruckelfrei streamen, sollte man stutzig werden und genauer nachschauen.

„Da gibt es alle möglichen ja auch kostenfreien Tools. Wir haben einen so genannten Online Scanner, der also dann Web-basiert mir das Gerät prüft und dann feststellen kann, ob vielleicht Schadsoftware auf dem Rechner ist und ob das nur – in Anführungszeichen – der Crypto-Miner ist oder vielleicht doch auch noch was anderes“, sagt Thomas Uhlemann.

Wer befürchtet, dass den Computer doch eine fiesere Malware erwischt hat, sollte spätestens jetzt zum Profi-Virenscanner greifen und das gesamte System durchleuchten lassen. Im besten Fall entfernt der Virenscanner gefundene Malware und Schwachstellen sofort. Wenn das nicht hilft, gibt es noch sogenannte Rettungsmedien, mit denen das Gerät von einem USB-Stick oder einer CD aus gestartet und gereinigt wird. Besser ist natürlich, wenn es gar nicht erst soweit kommt. Deshalb rät der Security Specialist:

„Auch da wieder gute Schutzsoftware einsetzen, Virenscanner, Malware-Schutzprogramme, die wesentlich mehr können, als nur Viren finden. Die also dann einerseits das Gerät durchprüfen können, aber auch in Echtzeit erkennen: ‚Hier ist eine schädliche Aktion gerade im Gange‘ und die dann dementsprechend blockieren können. Und gerade für Gamer gibt’s verschiedenste Schutzlösungen, die dann einen so genannten Gamer Modus zum Beispiel mit anbieten, die mich beim Spielen in Ruhe lassen, aber trotzdem voll schützen.“

Zuverlässige Antivirus-Software bietet Gamern einen sogenannten Gaming-Modus. Dabei wird sichergestellt, dass dem Spielenden immer genug Ressourcen für sein Game zur Verfügung stehen. Der Virenscanner kann aber trotzdem arbeiten.

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