Alle Jahre wieder: Der digitale Frühjahrsputz (4/6) | WeLiveSecurity

Alle Jahre wieder: Der digitale Frühjahrsputz (4/6)

Unsere Reihe zum Thema "digitaler Frühjahrsputz" - In Teil 4 geben wir Tipps, wie Backup & NAS entrümpelt werden.

Unsere Reihe zum Thema „digitaler Frühjahrsputz“ – In Teil 4 geben wir Tipps, wie Backup & NAS entrümpelt werden.

Der Frühling naht mit großen Schritten. Morgens auf dem Weg zur Schule, Arbeit oder Studium ist es schon hell, die Temperaturen steigen. Traditionell lädt die Jahreszeit auch dazu ein, auszumisten, aufzuräumen und aufzuhübschen. Da die Digitalisierung längst auch im Zuhause Einzug gehalten hat, bietet sich so auch die perfekte Gelegenheit, den Frühjahrsputz auf die technischen Helfer auszuweiten.
Dazu ein paar Tipps:

Teil 4: Backup & NAS

Backups, also die regelmäßige Sicherung von Dateien, Fotos, Videos & Co auf externe Speichermedien, lassen sich heutzutage kostengünstig realisieren. Netzwerkspeicher (Network Attached Storage – NAS) gibt es für unter 100 Euro mit mehreren Terrabyte Speicherplatz im Handel. Dazu kommen die Cloudspeicher-Angebote von Google Drive, Microsoft One Drive, Apple iCloud, Dropbox und vielen mehr, welche teilweise kostenlos sind.

Stick, NAS oder die Cloud?

NAS und Cloudspeicher haben gegenüber USB-Stick und selbst gebrannter DVD den Vorteil, dass die Daten nahezu ausfallsicher gespeichert werden. Werden der Stick oder die DVD gestohlen oder erleiden physischen Schaden, sind die Daten darauf verloren. Fällt eine Platte im NAS aus, ist der Inhalt oft auf einer zweiten gespiegelt (RAID) – prüfen Sie, ob Ihr NAS über ein RAID verfügt. Daten, die in der Cloud abgelegt werden, sind mehrfach gespiegelt und gehen nur im äußerst unwahrscheinlichen Fall verloren. Außerdem kann man in den meisten Fällen von überall aus der Welt, außerhalb des Heimnetzwerks, auf die Daten zugreifen. Genau da liegt aber auch für sicherheitsbewusste Anwender das Problem: Die Daten sind außerhalb meines Netzwerks, ich muss mich als Anwender für den Schutz und Vertraulichkeit dieser Daten auf die Dienstbetreiber verlassen.

Lokale Backups

Zu den lokalen Backup-Möglichkeiten zählen wir alle „daheim sichtbaren“ Medien, wie USB-Sticks, USB-Festplatten, CD/DVD, NAS usw. Diese sind leicht zu kontrollieren und gegebenenfalls zu verstecken, haben jedoch auch Nachteile. Bis auf das NAS haben wir keine oder kaum RAID-Funktionalitäten, also eine Ausfallsicherheit. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass die Sicherungsmedien nicht ständig mit dem Computer oder Smartphone (über das Netzwerk) verbunden sind. Fällt ein System einem Verschlüsselungstrojaner zum Opfer, wird dieser versuchen, auch die Inhalte auf angeschlossenen Speichermedien zu „kidnappen“. Kreieren Sie also ein Ritual: Nach getaner Arbeit (Fotos erstellen/bearbeiten, Texte schreiben etc.) verbinden Sie das Speichermedium mit dem Computer oder Smartphone und sichern die neuen Daten. Danach trennen Sie das Backupmedium wieder. Sind die Speicherinhalte Updates von bereits vorhandenen Dateien, ersetzen Sie diese im Zielmedium. Zwingen Sie sich zudem, nur relevante Inhalte zu sichern. So sparen Sie nicht nur Speicherplatz, sondern auch das Aufräumen und „Durchforsten“ zu einem späteren Zeitpunkt.

Backups in der Cloud

Die Speichermöglichkeiten in der Cloud sind teils kostenlos, nahezu ausfallsicher und dank plattformübergreifender Apps so gut wie überall nutzbar. Die gespeicherten Inhalte befinden sich aber auch außerhalb Ihres Kontrollbereiches. Sollten Strafverfolger, Regierungen oder Kriminelle Zugriff auf die Speicherserver irgendwo in der Welt erlangen, liegen Ihre Daten im schlimmsten Fall auf dem Präsentierteller. Da Sie ja nur wichtige, privat wertvolle Daten sichern, ist das unter Umständen ein großes Problem. Deaktivieren Sie eventuelle automatische Sicherungen Ihrer Smartphone-Bilder oder Dokumente. Kontrollieren Sie den Upload zu den Cloudspeicherdiensten darüber hinaus. Legen Sie bewusst Sicherungen in der Cloud an. Dazu gehört, dass die entsprechenden Daten mit einer zuverlässigen Verschlüsselung versehen sind, sodass nur Sie und von Ihnen autorisierte Personen und Apps diese lesen können.

 

Teil 1 – PC & Laptop

Teil 2 – Smartphone & Tablet

Teil 3 – Heimnetzwerk

Teil 5 – Social Media & andere Webinhalte

Teil 6 – Passwörter & Zugänge

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