Black Friday: Kleiner Internetsicherheit-Ratgeber

Der Black Friday 2016 wird voraussichtlich historisch. Wenn die Analysten von Deloitte richtigliegen, werden diesmal mehr Menschen als jemals zuvor online auf der Jagd nach Schnäppchen sein. Außerdem wird es auch das erste Mal sein, dass im Online-Handel so viel wie im stationären Einzelhandel umgesetzt wird.

Aus der gleichen Umfrage geht hervor, dass die Weihnachtseinkäufe einen Umsatz von etwa einer Billionen Dollar erreichen. Durch die vielen Online-Transaktionen ergeben sich für Cyber-Kriminelle wieder viele Gelegenheiten Opfer zu kompromittieren. Aus den vergangenen Jahren wissen wir, dass sie sich solche Angriffschance so gut wie nie entgehen lassen.

Wer also heute auf Schnäppchenjagd geht, sollte auf der Hut sein und unsere Tipps für sicheres Online-Shopping beherzigen.

Sichere Verbindungen ins Internet wählen

Nicht jede Internetverbindung ist sicher genug, um Online-Zahlungen durchzuführen. Das kostenfreie öffentliche WLAN vom Weihnachtsmarkt ist nicht unbedingt die sichere Option beim Online-Shopping. Eine bessere Alternative bietet die Nutzung des mobilen Datenvolumens des Mobilfunkbetreibers.

Das eigene Endgerät schützen

Wir raten zur Nutzung eines vertrauenswürdigen Geräts. Das können der Computer, das Tablet oder das Smartphone sein. Auf diese Weise sind Unregelmäßigkeiten beim Online-Shopping wesentlich leichter zu entdecken. Das Betriebssystem der Endgeräte sollte selbstverständlich immer auf dem neusten Stand sein, damit ungepachte Sicherheitslücken ausgeschlossen werden. Außerdem empfehlen wir eine verlässliche Internet Security an Board zu haben – sowohl bei PC als auch beim Smartphone. Eine proaktive Sicherheitslösung schützt das Online-Banking und garantiert eine sichere Online-Zahlung.

Vorsicht vor Fake-Deals

Erhält man ein Black Friday oder Cyber Monday Angebot, das zu gut aussieht, um wahr zu sein, ist es das wahrscheinlich auch. Fake-Deals tauchen besonders häufig gegen Jahresende zur Weihnachtszeit auf. Sie werden dazu benutzt, um Opfer auf gefälschte Webseiten zu locken. Diese greifen dann sensible Informationen wie Kreditkartendaten oder Login-Informationen der Opfer ab. Unnötigen Ärger erspart sich der User, indem er die korrekte Adresse direkt in die Browserzeile eintippt.

URL-Check

Wenn möglich, sollte man auf vertrauenswürdige Marken setzen. Diese bieten ein sicheres Shopping-Umfeld und können durch ihren Kundenservice auftretende Probleme beheben. Trotzdem ist es sinnvoll, sich nicht gänzlich auf den Markennamen zu verlassen. Betrüger kreieren gefälschte Webseiten, die fast identisch mit den originalen sind.

Damit man diesen Cyber-Kriminellen nicht auf den Leim geht, sollte man immer die URL in der Adresszeile des Browsers im Auge behalten. Die Fälschungen sind nämlich leicht an der merkwürdig aussehenden URL zu erkennen.

Kreditkarte und andere sichere Zahlungsmethoden

Der Online-Einkauf gestaltet sich erheblich sicherer, wenn beim Bezahlvorgang die Kreditkarte oder eine andere sichere Zahlungsmethode wie PayPal genutzt wird. Das hat den großen Vorteil, dass das Girokonto davon zunächst unberührt bleibt. Die Dienstleister können betrügerische Transaktionen oft rückgängig machen oder die Kreditbanken erstatten den Betrag.

Viele der hier angesprochenen Punkte sind auch im Online-Banking anwendbar. Detaillierte Information zum Thema Online Banking finden sich im Artikel Probleme im Online-Banking umgehen“.

Autor , ESET