Neuer Betrug verspricht kostenlose Emirates Flugtickets

Neuer WhatsApp-Betrug verspricht kostenlose Emirates Flugtickets

Über den bevorstehenden Jahreswechsel möchten viele Familie oder Freunde besuchen. Deswegen halten einige Ausschau nach günstigen Flugtickets. Gerade in der Vorbereitungszeit auf Weihnachten und Silvester kann immer wieder ein Anstieg der Internetkriminalität verzeichnet werden. Vorrangig verwenden die Cyber-Kriminellen Social Engineering Techniken. Momentan lenkt ein WhatsApp-Betrug die Aufmerksamkeit auf sich.

Wobei geht es in diesem Betrug?

Schon einmal warnten wir unsere Leser vor einem Betrug, der sich über WhatsApp verbreitete. Nun können wir über einen neuen Scam berichten. Über WhatsApp werden kostenlose Emirates Flugtickets versprochen.

An dieser Stelle müssen wir erwähnen, dass obwohl die Linkvorschau den Anschein der offiziellen Emirates-Webseite erweckt, der Link zu einer Webseite weiterleitet, die mit der Fluggesellschaft nicht in Verbindung steht. Die wahre URL verrät aber den eigentlichen Betrug.

Folgende Nachricht wird derzeit über WhatsApp verbreitet:

WhatsApp-Betrug Emirates Flugticktes

Die Domain unterscheidet sich von der Betrugs-Webseite, über die wir schon einmal berichten konnten. Das Design erscheint jedoch ähnlich. Wie beim Vorgänger wird damit geworben, nach einer Umfrageteilnahme etwas zu gewinnen. In dem aktuellen Beispiel handelt es sich um zwei Emirates Flugtickets.

Außerdem soll die WhatsApp-Nachricht an mindestens zehn Kontakte gesendet werden:

Screen Shot Emirates-Betrug

Emirates-Betrug soll geteilt werden

Der Code zählt die Anzahl der User, mit denen die Nachricht geteilt wurde. Sobald die zehn Kontakte erreicht sind, wird dem Betrugs-Opfer bescheinigt, dass es nur noch ein Schritt bis zum Ticket sei. Dann wird zu einer anderen Domain weitergeleitet.

Letzter Schritt Emirates-Betrug

Die neue Website legt dem Opfer nahe, mit seiner Telefonnummer einen Premium-Nachrichten-Dienst zu abonnieren. Die Leistung erscheint bis zum Ende des Monats auf der Telefonrechnung.

Wie im Haftungsausschluss vor der Umfrage angekündigt, folgen auf Unterseiten tatsächlich die Angebote von Dritten. Man kann an dieser Stelle nur sagen, dass die Bedingungen für Umfragen o.ä. immer sehr aufmerksam gelesen werden sollten.

Wenn der User alle Schritte befolgt hat, setzt die Ernüchterung ein. Eine kurze Meldung klärt darüber auf, nichts gewonnen zu haben:

Emirates-Betrug Kein Gewinn

 

Diesen Betrug beobachten wir derzeit in den Sprachen Spanisch, Englisch Portugiesisch und Deutsch. Die originäre Domain kann offensichtlich den angezeigten Text je nach Herkunftsland durch Geolokalisation sprachlich anpassen.

 

Wie kann ich mich vor diesem Betrug schützen?

Gerade in den letzten beiden Monaten des Jahres, verstärken Internet-Kriminelle ihre Aktivitäten. Sie sind auf abwesende User aus, die erst klicken, bevor sie über die Konsequenzen nachdenken.

Deswegen ist der beste Schutz gegen so eine Art von Betrug der gesunde Menschenverstand: „Don’t believe the Hype!“

E-Mails, Nachrichten aus sozialen Netzwerken oder SMS mit unwirklichen Rabatten sollten nicht weiter beachtet und als Spam markiert werden. Wer ein Angebot für glaubwürdig hält, kann bei Zweifeln zum Hörer greifen und sich die Rabatt-Aktion am Telefon bestätigen lassen.

Dieser Betrug verbreitet sich durch WhatsApp. Nicht alle Nachrichten von sonst vertrauenswürdigen Kontakten sollten deshalb ernst genommen werden. Gerade bei der hiesigen Masche ist Vorsicht geboten.

Wer bereits auf diesen Betrug hereingefallen ist, sollte alle Anwendungen, die in diesem Zuge installiert wurden, sofort deinstallieren. Außerdem kann man sich bei seinem Mobilfunkanbieter über etwaige abgeschlossene Premium-SMS-Dienste informieren.

Wer bemerkt, dass Familie oder Freunde die Betrugs-Nachrichten per WhatsApp verschicken, sollte diese aufklären und über das weitere Vorgehen unterrichten. Den sichersten Weg vor mobilen Bedrohungen bietet eine Mobile Security. Diese kann schädlichen Traffic von boshaften Webseiten unterbinden.

Autor , ESET