Online-Sicherheitstipps für Social Media und IM Fans

Das Internet hat einen großen Wandel durchlebt. Früher bedeutete Browsen gleichzusetzen mit der Nutzung von Suchmaschinen, um zielgerichtet an spezifische Inhalte zu gelangen oder Neuigkeiten von Nachrichten-Webseiten zu erfahren. Heutzutage sind soziale Netzwerke, Online Videos und Instant Messaging am wichtigsten für User. Es ist möglich, nahezu jederzeit auf jedem Teil der Erde mit einem Menschen am anderen Ende der Welt zu kommunizieren. Schon junge Menschen wachsen in die digitalen Alltagsstrukturen hinein.

Aber der Komfort hat auch seinen Preis und so entstanden ganz neue Sicherheitsrisiken. Selbst wenn sich Social Media Konzerne bemühen. Der Fahrlässigkeit der User können sie nichts entgegensetzen.

Seit Beginn Oktober läuft bereits der European Cyber Security Month. Wir nehmen dieses Ereignis zum Anlass, um Online-Sicherheitstipps für Social Media und IM Fans darzureichen:

1. Software updaten und Endgeräte sichern

Um Sicherheitslücken vorzubeugen sollten Betriebssystem, Software, Browser und Apps immer auf dem neusten Stand sein. Außerdem bietet eine proaktive Antiviren-Software sicheren Schutz gegen Eindringlinge. Diese gibt es sowohl für den Computer als auch für mobile Endgeräte.

2. Starke Passwörter benutzen

Sichere Passwörter sind nicht nur für die Benutzung sozialer Netzwerke wichtig, sondern generell. Starke Kennwörter sind lang, bestehen aus Groß- und Kleinbuchstaben, sowie aus Zahlen- und Sonderzeichen. Außerdem sollten sie niemals doppelt eingesetzt werden. Für die Erstellung starker Passwörter eignen sich Passphrasen optimal. Da die Anzahl an Passwörtern schnell überhandnehmen kann, empfehlen wir Passwort-Manager.

3. Privatsphäre-Einstellungen checken

Beim Vorhandensein oder Anlegen eines Social Media Accounts sollten User ihr Augenmerk besonders auf die Privatsphäre-Einstellungen legen. Wie im richtigen Leben gilt: Persönliches bleibt engen Freunden oder der Familie vorbehalten. Bei Profilergänzungen ist darauf zu achten, dass diese fremden unzugänglich sind, um Identitätsdiebstahl zu verhindern. Es empfiehlt sich die Einstellungen periodisch zu überprüfen, da Anbieter der Plattform diese ändern können.

4. Keine unüberlegten Postings

Ein oft gehörter Satz dieser Tage ist: Das Internet vergisst nichts. Und es stimmt. Die Partybilder vom letzten Sommer könnten bei der zukünftigen Arbeitsplatzsuche nicht unbedingt förderlich sein. Aber es geht auch andersherum. Von mir geteilte Inhalte können die Persönlichkeitsrechte anderer verletzen. Wer beispielsweise ungefragt fotografiert und diesen Inhalt auf Facebook teilt, missachtet den „höchstpersönlichen Lebensbereich“ einer Person. Das ist unter Umständen sogar strafbar (Paragraf 201a des Strafgesetzbuches).

5. Skeptisch sein

Hier gilt die goldene Regel: „Wenn etwas zu gut, um wahr zu sein, erscheint, dann ist es das wahrscheinlich auch.“ Cyber-Kriminelle locken ahnungslose User mit Angeboten von Autos, Smartphones oder anderen Gegenständen. Im Gegenzug sollen diese Geburtsort oder -datum oder die Personalausweisnummer herausgeben. Das ist natürlich eine Falle. Persönliche Informationen behält man besser für sich. Im Zweifelsfall sollte versucht werden die Person zu verifizieren, die nach den sensiblen Daten fragt.

6. Dritte ausschließen

Eines Tages befindet sich eine neue Nachricht im Messenger. Es hat eine sehr attraktive Person geschrieben – aber eine unbekannte. Hier ist erhöhte Vorsicht geboten. Oft tarnen sich Cyber-Kriminelle hinter Fake-Profilen. Potenzielle Opfer fühlen sich durch das attraktive Profilbild der unbekannten Person möglicherweise angezogen und verraten sensible Informationen, die sie sonst nie preisgegeben hätten. Facebook sorgt Nachrichten-Spam durch Dritte dadurch vor, dass Mitteilungen von „Nicht-Freunden“ in einem extra Ordner landen. Bei Zweifeln über die Nachricht der fremden Person gegenüber, sollte nicht weiter auf die Mitteilung eingegangen und diese besser gelöscht werden.

Moderne Social Media Plattform wie Facebook und Co. können von Usern auf komfortable Weise benutzt werden. Wer sich an den obigen Tipps orientiert, bleibt dabei sogar sicher.

Autor , ESET