Starke Passwörter für Kinder

Viele Generationen sind nicht mit dem Internet oder sozialen Netzwerken aufgewachsen. Aus diesem Grund kennen sich auch nur wenige mit den Gefahren in der virtuellen Welt aus. Umgekehrt kann man sagen, dass die heutige Generation Glück hat. Sie wächst mit alle dem auf und gewöhnt sich schnell daran. Deshalb wird es den heutigen Kids auch nicht schwerfallen, Internet-Sicherheit zu verinnerlichen, wie zum Beispiel starke Passwörter. Eltern, die nicht ganz so versiert mit IT-Sicherheit sind, ihren Kindern aber dennoch essenzielle Tipps geben möchten, empfehlen sich die folgenden Punkte:

  1. Benutzen eines einzigartigen Passworts für nur einen Account.
  2. Generell gilt: Je länger das Passwort, desto sicherer. Mindestens acht Zeichen bestehend aus Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen sollten verwendet werden. Wer Schwierigkeiten hat, sich Passwörter zu merken, sollte Passphrasen oder Passwort-Manager verwenden.
  3. Am besten sollte man Wörter aus dem Duden vermeiden. Dazu gehören auch Namen, Daten und Nummern. Negativ-Beispiele sind „12345678“, „Passwort“ oder „qwertz“.
  4. Sonderzeichen (@, #, !, etc.) sind unbedingt notwendig. Sie können auch als Substitute für Buchstaben dienen.
  5. Wer sich für Substitute entscheidet, sollte allerdings gebräuchliche „Fehlbuchstabierungen“ nicht verwenden. Negativ-Beispiele: “a” mit “@” oder “i” mit “1” oder “!”
  6. Je wertvoller die zu schützenden Daten sind, desto regelmäßiger sollte man das Passwort ändern.
  7. Es ist wirklich wichtig, niemals ein und dasselbe Passwort für mehrere Accounts zu benutzen. Andernfalls könnten durch ein gestohlenes Kennwort gleich mehrere Accounts übernommen werden.

In der Theorie klingt das alles relativ unkompliziert. In der Praxis ist es das aber nicht. Umfragen haben gezeigt, dass der Durchschnitts-User etwa zehn Passwörter für eine viel höhere Zahl an Accounts benutzt. Die große Anzahl an Kennwörtern macht ein sinnvolles Passwort-Management kompliziert. Besonders für Kinder kann es sehr frustrierend sein und deshalb entscheiden sich einige dafür, ein und dasselbe Passwort für alle Accounts bis ins Jugendalter hinein zu verwenden.

Es gibt jedoch hilfreiche Strategien, damit Kids sicher bleiben und das auf komfortable Weise. Der erste Punkt ist die Benutzung von Passphrasen. Abgesehen davon, dass sie länger als ein (Pass)Wort sind, lassen sie sich viel einfacher merken.

Die Kleinen sollten allerdings vermeiden, offensichtliche Auswahlen zu treffen, wie berühmte Zitate aus Film und Fernsehen oder aus Büchern. Selbst wenn man solche Phrasen weglässt, gibt es noch immer genug andere zur Auswahl. Es bietet sich an, den Kindern einige der oberen Punkte verinnerlichen zu lassen, um das Level der Sicherheit noch zu erhöhen. Dazu gehört auch die Zugabe von Sonderzeichen und Ziffern sowie Groß- und Kleinbuchstaben.

Einen anderen Weg kann man mit Passwort-Managern gehen. Diese lassen Kinder ihre Passwörter an einem Ort ablegen, ohne dass sie sich an alle erinnern müssten. Nur das Master-Passwort, um an alle anderen zu gelangen, sollten sich die Kleinen merken.

In den Kommentaren sehen wir gerne andere Methoden, wie sich Kinder Passwörter einfach merken können.

Autor , ESET