Wie werde ich unerwünschte „Freunde“ in sozialen Netzwerken los?

Fotos von Essen, kluge Sprüche, Selfies, öffentliche Liebesbekundungen und andere Posts, die einfach nur nerven – Jeder kennt sie. Es gibt viele Inhalte von Social Media Kontakten, von denen man gerne ein bisschen weniger in seiner Timeline sehen würde. Im Folgenden werden vier typische Facebook-Typen vorgestellt und wie man mit ihnen umgehen sollte.

#1 Die sorglosen Klicker

Sie fallen auf nahezu jeden Facebook-Scam herein, weil die Versuchung auf jede schockierende Nachricht oder jedes aufsehenerregende Video zu klicken, einfach zu groß ist. Viele dieser Gruppe zugehörigen Personen nutzen die sozialen Netzwerke als Informationsmedium und zum Teilen von Inhalten mit ihren „Freunden“.

Wir denken, dass es richtig ist, auf Links zu klicken – dafür sind sie da. Aber die Easy-Clickers können dadurch schnell Opfer von Betrügereien werden. Sie fallen zum Beispiel schneller auf den Ray-Ban-Scam herein. Am Ende werden über deren Account Fake-Posts abgesetzt, persönlichen Daten über gefälschte Webseiten abgefangen oder ungewollte Umsätze für Scammer generiert.

#2 Die ahnungslosen Malwareverbreiter

Diese Gruppe resultiert unmittelbar aus der #1. Nicht selten werden deren Mitglieder aber Opfer von noch bösartigeren Bedrohungen. Nehmen wir zum Beispiel eine Bedrohung, die durch ESET als JS/Kilim.SO und JS/Kilim.RG erkannt wird. Hinter Videos mit reißerischem Titel verstecken sich schädliche Links. Sorgloses daraufklicken setzt die Maschinerie in Gang. Der ahnungslose User wird selbst zum Verbreiter von boshaften Facebook Scam. Von seinem Konto aus wird die Bedrohung an viele seiner Facebook-Freunde als Nachricht oder Pinnwandeintrag weitergereicht.

Diejenigen, die auf solche Links klicken, werden zu einer gefälschten YouTube-Seite weitergeleitet und aufgefordert, ein anscheinend notwendiges Plug-In herunterzuladen, damit das Video abgespielt werden kann. Damit beginnt die Kompromittierung des Computers.

Offensichtlich ist es nicht ganz ungefährlich, allzu sorglos auf irgendwelche Verlinkungen zu klicken. Mag die Neugier auch noch so groß sein, man sollte sich immer die Frage nach der Glaubwürdigkeit einer Seite bzw. einer Nachricht mit Link stellen.

#3 Die Alles-Teiler

Mann mit Selfie-Stick
Diese Personen – auch bekannt als „Feinde der Privatsphäre“ – teilen wirklich alles in sozialen Netzwerken:

Was sie essen, mit wem und wo; wie sehr sie eine bestimmte TV-Serie mögen; Probleme auf Arbeit; ihre Meinung gegenüber der Regierung – Diese Posts werden nur von gelegentlichen Instagram-Fotos mit Freunden oder Bekannten unterbrochen.

Das heißt nicht, dass es falsch wäre, anderen einen kleinen Einblick in das eigene Leben zu geben. Gerade das ist ein großer Vorteil von sozialen Netzwerken. Aber man sollte darauf aufpassen, wie viel man preisgibt.

Wenn Personen massenhaft persönliche Daten praktisch öffentlich zur Verfügung stellen, übertreiben sie es. Davon abgesehen, dass es andere möglicherweise wenig interessiert, stellt dieses Verhalten auch noch ein großes Sicherheitsrisiko dar. Wenn Cyberkriminelle beispielsweise einen Angriff planen, können sie personenbezogene Daten der „Alles-Teiler“ zu ihrem Vorteil nutzen.

Je mehr preisgegeben wird, in einer desto exponierteren Lage befindet man sich letztendlich. Wer so ein Verhalten bei anderen Personen bemerkt, könnte ihnen diesen Artikel an Herz legen.

#4 Die exzessiven online Spiele-Einlader

candy crush auf dem Tablet spielen

Image: ©m01229/Flickr

Wer erinnert sich nicht an die vielen Candy Crush Spiele-Anfragen von all den Facebook-Freunden. Dieses Spiel markierte einen Wendepunkt. Es zeigte sich, dass der Drang der Spieler nach einem erfolgreichen Abschließen eines Levels enorm war.

Die Angelegenheit wurde während einer Q&A session im Oktober 2015 an Mark Zuckerberg herangetragen. Er musste zugeben, dass Facebook veraltete Tools benutzt, die es Usern erlaubte, Spiele-Einladungen an andere zu schicken. Diese spielten jedoch weder aktuell ein Facebook-Spiel, noch taten sie es in der Vergangenheit.

Zuckerberg versprach das Problem zu lösen und tatsächlich hat das Spiele-Fieber seitdem nachgelassen.

Verschwunden ist es allerdings nicht. Es sind auch andere Spiele neben Candy Crush erschienen, die mindestens genauso süchtig machen dürften. Natürlich ruft das wieder viele Facebook-Mitglieder auf den Plan, die alle Register ziehen, um ihre Level zu erreichen– dazu gehört dann leider auch, Spiele-Einladungen zu verschicken.

Die manierlichen Ausnahmen

Soziale Netzwerke gehören mittlerweile für viele zum täglichen Leben. Besonders für die jüngere Generation ist es der Hauptgrund mit dem Internet verbunden zu sein.

Der verantwortungsvolle User achtet auf seine Privatsphäre und nutzt soziale Netzwerke als potentes Kommunikationsmittel und als Möglichkeit Inhalte zu kreieren, zu lesen und zu teilen. Der clevere Nutzer kennt aber auch die Gefahren, die davon ausgehen und weiß diese zu vermeiden.

 

Autor , ESET