6 Tipps für den digitalen Frühjahrsputz

Die Vögel zwitschern, die Sonne strahlt – Es ist Frühling! Traditionell ist bei vielen das Großreinemachen der Wohnung angesagt. Doch wie sieht es eigentlich mit dem PC aus? Das Putzen des Bildschirms allein reicht nicht aus. Über die Zeit sammelt sich bei jedem Daten(müll) an, der bei Gelegenheit gleich mit entsorgen werden kann. Mit diesen Tipps für den digitalen Frühjahrsputz ist es ein Kinderspiel, seine Geräte wieder auf Vordermann zu bringen:

  1. Ausmisten mit System – Löschen was nicht mehr gebraucht wird

Nicht nur auf dem Desktop-PC sondern auch auf Laptop und Smartphone sollten nicht mehr benötigte Programme, Apps und Dateien gelöscht werden.

Dabei sollte man bedenken, dass beim Löschen lediglich Verweise entfernt werden. Erst wenn der Papierkorb geleert wird, kann tatsächlich Speicherplatz freigegeben werden. Wer die alte Festplatte gleich gegen eine neue ersetzen möchte, sollte zunächst die alte Festplatte komplett überschreiben.

  1. Datensicherung durch Backups

Für diejenigen, die keine regelmäßigen Backups anlegen, ist spätestens jetzt der optimale Zeitpunkt dafür gekommen. Gerade durch die aktuellen Erpressungstrojaner Nemucod und Co. besteht ein erhöhtes Risiko, nicht mehr an seine Daten zu gelangen. Darüber führen auch immer wieder Hardwareschäden und Gerätverluste zu Datenverlusten. Erstellte Backups sollten im Anschluss auf Wiederherstellbarkeit geprüft werden.

  1. Keine (unnötigen) Spuren im Internet hinterlassen

Genauso wichtig wie das Aufräumen der eigenen Festplatte ist das Beseitigen von ungenutzten Online-Profilen, z.B. bei sozialen Netzwerken. Das Entfernen des Nutzerkontos kann zuweilen sehr mühselig sein. Abhilfe kann die Google-Suchfunktion schaffen. Geeignete Suchbegriffe könnten sein: „Löschen Profil ‚Name des Netzwerkes/der Seite‘“. Zudem sollten die Social Media Einstellungen für mehr Sicherheit angepasst werden.

  1. Genutzte Passwörter überprüfen

Es geht nun einmal nicht ohne sie – Passwörter. Aus Bequemlichkeit werden ständig dieselben vergeben – egal ob für Geräte, WLAN-Router, Netzwerke oder Online-Konten. Das Problem liegt auf der Hand. Dabei sollten Passwörter individuell sein. Am besten bestehen sie aus längeren Zahlen- & Sonderzeichen-Kombinationen und sollten hin und wieder gewechselt werden, wie unser Kollege in einem Video erklären.

  1. Automatisieren von Updates

Regelmäßige Updates bringen das laufende Betriebssystem auf den neusten Stand. Einige Programme, wie Antivirensoftwares, laden täglich neue Updates und schützen so gut vor Online-Bedrohungen, wie gefälschten Websites und dubiosen Angeboten. Bei anderen Programmen ist die automatische Updatefunktion vielleicht deaktiviert. Diese sollte wieder eingeschaltet werden. Sehr wichtig ist das zum Beispiel bei Windows-Updates, denn veraltete Programme bieten Eindringlingen eine große Angriffsfläche, um Schaden anzurichten.

  1. Weniger Nutzerrechte – Mehr Sicherheit

Nicht jeder Benutzer an einem Computer braucht Admin-Rechte. Durch die Einschränkung der Benutzerrechte am Desktop-PC oder Laptop wird unnötigen Softwareinstallationen vorgebeugt und sensible Daten werden besser geschützt.

Bei Smartphones stehen App-Berechtigungen im Vordergrund. Unter iOS ist es grundsätzlich möglich, unerwünschte Berechtigungen wieder zu entfernen. Android bietet ab Version 6.0 (Marshmallow) ein besseres App-Berechtigungs-Management als in den Vorgängerversionen.

Der digitale Frühjahrsputz ist sinnvoll investiert. Er eröffnet in vielerlei Hinsicht die Möglichkeit, die Sicherheit der eigenen Daten und Geräte zu erhöhen.

Image Credits: ©The Preiser Project/flickr

Autor , ESET