Generation Internet: Sind Kinder zu früh im Netz unterwegs?

Befürchten Sie auch, dass Ihre Kids schon viel zu früh mit dem Internet und modernen Technologien in Berührung kommen? Eine Online-Umfrage von ESET zeigt, dass sich die Mehrheit der Mütter und Väter in Großbritannien, Deutschland, Russland und den USA dabei nicht besonders wohl fühlen. Aber was kann man tun, wenn Smartphones, Tablets & Co. inzwischen fast zum „Inventar“ eines jeden Haushalts gehören? Es ist heutzutage nichts Ungewöhnliches, wenn die Kleinsten auf dem Schoß Ihrer Eltern bunte Bildchen oder kleine Videos anschauen dürfen. Bei dieser Alltäglichkeit ist es mehr als selbstverständlich, dass sich die Kiddies an den Erwachsenen orientieren und eine natürliche Neugier für Computer und mobile Geräte entwickeln.

In Russland findet man so gut wie uneingeschränkte Zustimmung auf die Frage, ob Kids zu früh im Internet unterwegs sind. 70,6 Prozent stimmten voll und ganz zu und 26 Prozent stimmten zu. In Großbritannien, Deutschland und den USA ist man dagegen etwas zuversichtlicher. Die Zahlen in den Ländern halten sich die Waage.

Kritischer als deutsche und britische Eltern waren die US-Amerikaner: Mit 67,8 Prozent lagen sie mit ihrer Einstellung gegenüber der zu frühen Internetnutzung bei Kindern auf Platz zwei. Die Deutschen liegen mit 65,3 Prozent knapp dahinter ebenso wie die Briten mit 64,4 Prozent.

Letztere führen dafür die Tabellenspitze an, was den Einsatz einer Kinderschutz-App betrifft. Mehr als 70 Prozent nutzen zum Schutz ihrer Kinder online eine Software-Lösung, d.h. nur etwas mehr als ein Viertel ergreift keine derartigen Sicherheitsmaßnahmen.

Die US-Amerikaner liegen mit ihren Vorkehrungen knapp hinter den Briten: Über 60 Prozent wissen dank Kinderschutz-App, was ihre Kids im Netz an Webseiten, Spielen oder Anwednungen aufrufen. Immerhin nutzen auch in Russland mehr als die Hälfte der Eltern eine Sicherheitssoftware. Die Deutschen haben bei diesem Thema noch Nachholbedarf, denn mit nur 43,8 Prozent landeten sie auf dem letzten Platz. Allerdings geben 56,2 Prozent an, auf nicht-technische Maßnahmen beim Schutz ihrer Kinder im Netz zu setzen.

Die für die Statistiken genutzten Internet-Umfragen wurden im Januar 2016 durchgeführt. Insgesamt nahmen jeweils 1000 Nutzer an den vier nationalen Befragungen teil. Die Daten für die USA, Großbritannien und Deutschland stammen von Google Consumer Surveys, die für Russland von Merku.

Kinderschutz im Internet ist auch ein heißes Thema bei ESET auf dem Mobile World Congress. Den ESET-Stand finden Sie in Halle 5, Standnummer B05. Die größte Messe in der Mobilbranche startete am 22. Februar 2016 in Barcelona, Spanien. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Wie stehen Sie zu folgender Aussage: Kinder nutzen das Internet und moderne Technologien heutzutage zu früh.

 Stimme voll und ganz zuStimme zuStimme nicht zuStimme ganz und gar nicht zu
Großbritannien23,9%
40,5%31,7%3,9%
Deutschland33,5%31,8%26,3%8,4%
USA27,3%40,5%27,0%5,2%
Russland70,6%26,0%1,6%1,9%

Nutzen Sie eine Kinderschutz-Anwendung, um die Online-Aktivitäten Ihres Kindes zu beaufsichtigen?

 JaNein
Großbritannien72,8%27,2%
Deutschland43,8%56,2%
USA61,7%38,3%
Russland55,6%44,4%

Autor , ESET