Ist dein Valentins-Date echt? 6 Tipps für sicheres Online-Dating

Valentinstag steht vor der Tür und du hast noch kein Date? Weihnachten hast du auch wieder alleine verbracht? Die sonnigen Aussichten für die Liebe sind für den Sommer nicht besser? Das Handtuch im Freibad neben dir bleibt weiterhin unbesetzt? Klingt, als seiest du immer noch auf der Suche nach der großen Liebe. Wie ungefähr vier Millionen andere Deutsche. Kein Wunder also, dass mittlerweile immer mehr Singles ihr Glück über Partnerbörsen versuchen. Manche sind sogar bei mehreren gleichzeitig angemeldet, um die Quote zu erhöhen. Doch beim Online-Dating sind nicht alle mit guten Absichten unterwegs und meinen es mit dem Gegenüber ehrlich.

Damit dein Online-Date ohne böse Überraschungen endet, geben wir dir einige Tipps bei der Partnersuche auf den Weg.

Trick Nummer 1: “Ich würde nicht fragen, wenn ich dich nicht lieben würde”

Der wichtigste Tipp überhaupt, bei dem zwei Alarmglocken auf einmal schrillen sollten. Von herzzerreißenden Stories über die kranke Oma (oder dem klassischen Notfall in der Familie) bis hin zu „Wir sind selenverwandt“ nach ein paar Stunden Chatten ist alles drin. Aber das Beste kommt zum Schluss: Die Frage nach Geld. Und die Stories werden so schön als Geschenk verpackt, dass Männer und Frauen darauf hereinfallen – ob Geld für das Bahnticket, um am Valentinstag bei der Liebsten sein zu können oder das vom Zoll eingezogene Präsent, das unbedingt ausgelöst werden muss. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt, genauso wie dem Geldbetrag: In den USA zahlt im Durchschnitt das Opfer 13.000 US-Dollar ans vermeintliche Gspusi.

Auch wenn du im Moment glaubst, dass es sich bei deinem Gegenüber um die große Liebe handelt, sag nicht einfach ja. Schlag ihm entweder vor, dass du es ihm bei einem Treffen (das zuvor garantiert noch nicht stattgefunden hat) gibst oder lass dich gar nicht darauf ein. Dann wirst u sehen, wie weit es mit seiner Zuneigung her ist. Rechne lieber damit, dass du vielleicht nie wieder was von deinem Prince Charming hörst.

Trick Nummer 2: Sorry, ich kann grad nicht reden…

Das Telefon am anderen Ende klingelt und klingelt, aber man bekommt nur eine SMS zurück: Ich kann grad nicht reden. Eine oft beliebte Masche: Nigerianische und osteuropäische Betrüger gaukeln vor, ein 20-jähriges Mädel aus den USA, Australien oder dem Vereinigten Königreich zu sein, die anscheinend nicht mit Mobiltelefonen umgehen können. Weit gefehlt. Vorsicht auch, wenn dein Gegenüber versucht, den Chat auf einer anderen Webseite oder per Messaging weiterzuführen: Die meisten Dating-Seiten grasen nämlich solche vermeintlich harmlosen Plaudereien genau nach diesen Mustern wie Fragen nach Bankdaten ab.

Trick Nummer 3: Der Zwilling

Nicht nur Betrüger und Kriminelle stehen dir bei deiner Suche nach Prince Charming böswillig im Weg. Online Dating ist ein hartes, aber verdammt rentables Geschäft, das mitunter auch krumme Methoden nutzt. Gefälschte Profile und schöne Menschen sind geeignete Lockmittel, um noch mehr potentielle Kunden zu ködern. Doch auch Betrüger bedienen sich Fotos oder Bildern von anderen Nutzern, die sie meistens einfach von Facebook herunterladen und als ihr eigenes Profil verkaufen.

Ein super Tipp: Lade dir ein Bild des Angebeteten herunter und öffne Google. Zieh das Foto in die Suchleiste und recherchiere, ob noch jemand anderes das Bild verwendet. Stößt du auf eine ganze Fotogalerie von mehreren Profilen, hat dich jemand reingelegt.

Trick Nummer 4: Er kam aus heiterem Himmel

Hach ja, romantische Geschichten haben es in sich: Verwegene, smarte, geheimnisvolle Herren, die eines Tages in der Stadt auftauchen… Heutzutage ist es praktisch unmöglich, dass du im Netz nichts von deinem Prince Charming findest. Wer es drauf hat, bei Online-Dating-Portalen mitzumischen, dürfte in den meisten Fällen irgendeine Art von Social Media nutzen. Googelst du dein Herzblatt (und ja, das tun wir alle) und stellst fest, dass er erst kürzlich Facebook oder Twitter beigetreten ist, dann sollte zumindest Alarmstufe Gelb bei dir aufleuchten. Check alle Infos, die du von ihm hast und schau, ob seine Freunde oder Follower echt sind.

Trick Nummer 5: Ist das ein Trauring?

Laut einer MSNBC Studie sind mindestens ein Drittel der männlichen Online-Dater verheiratet. Woran erkennst du das? Zum Beispiel nutzen solche Männer gern unscharfe Profilbilder, geben nie Festnetznummern raus und blockieren Anrufe, Antworten kommen eher unregelmäßig und zu seltsamen Zeiten. Außerdem vertröstet er dich ständig auf später, seine Freunde oder Familie kennenzulernen. Kommt dir vertraut vor? Dann lass es besser.

Trick Nummer 6: Erzähl mir von dir

Schwierig, die Masche zu durchschauen, aber du solltest die Möglichkeit von Identitätsklau zumindest im Hinterkopf behalten. Online-Dating ist eine Plattform, in der Informationen geteilt werden, aber sei vorsichtig, was du von dir preisgibst. Vor allem finanzielle Daten oder Adressen – nicht normal. Oder frag dich, was dein Gegenüber mit dem Mädchennamen deiner Mutter, deinem Lieblingstier oder den Namen deiner ersten Schule anfangen will: Womöglich Passwörter basteln und Sicherheitsfragen deiner Konten beantworten. Klar, kannst du was von dir erzählen und musst nicht einen auf James Bond machen, doch wenn sich der Chat wie eine Einbahnstraße aus Fragen anfühlt, ist Vorsicht geboten.

Autor , ESET