Facebook Hoaxes – woran man Falschmeldungen erkennt

Viele junge Menschen beziehen Nachrichten und andere Informationen heutzutage nicht mehr nur über das Fernsehen, Zeitungen oder Newsseiten, sondern vor allem auch über soziale Netzwerke wie Facebook. Hierbei können vorgeschlagene Beiträge, geteilte Links von Freunden oder aber selbst ausgewählte Neuigkeiten-Seiten als Informationsquelle dienen.

Diese Art der Informationsverbreitung haben sich allerdings auch Cyberkriminelle schon längst zu eigen gemacht. Durch falsche Meldungen – sogenannte Hoaxes – werden Nutzer auf betrügerische Webseiten geleitet. Um nicht auf solche hinterlistigen Links hereinzufallen, haben wir für euch ein paar gängige Beispiele zusammengetragen, anhand derer man die Strategie der Betrüger exemplarisch darstellen kann.

Ereignisse, die die Welt bewegen

Im vergangenen Jahr sorgten zwei Flugzeugabstürze für großes Aufsehen. In beiden Fällen handelte es sich um Flüge der malaysischen Fluggesellschaft Malaysia Airlines. Während die Maschine mit der Flugnummer MH370 spurlos verschwand, stürzte der Flieger der Nummer MH17 über der Ukraine ab.

Beide Vorfälle nutzten Facebook-Betrüger als Inspiration für unterschiedliche Hoaxes. Im ersten Fall lockten sie ihre Opfer mit der Meldung, dass ein Seemann die verschollene Maschine gefunden habe. Mit einem Bild, auf dem das Bug eines im Wasser liegenden Flugzeuges zu sehen war, sollten Facebook-Nutzer überzeugt werden, den Link anzuklicken.

Im zweiten Fall setzten die Cyberkriminellen im Namen der Opfer des Flugzeugabsturzes falsche Gedenkseiten auf. Diese enthielten wiederum Links, die zu einer externen Seite führten, auf der neue Informationen und sogar ein Video des Absturzes versprochen wurden.

Die Welt der Stars und Sternchen

Auch bei dieser Strategie machen sich die Kriminellen aktuelle Ereignisse zu eigen – mit dem Unterschied, dass sie zugleich auf das Interesse an Geschichten über Prominente setzen. So wurden Michael Schumachers Skiunfall im Dezember 2013 und sein anschließender, langwieriger Krankenhausaufenthalt sowie Robin Williams tragischer Tod im August letzten Jahres auf makabre Weise genutzt, um Facebook-Nutzer dazu zu bringen, dubiosen Links zu folgen.

Im Fall von Michael Schumacher wurde die Information gestreut, dass er gestorben sei. Dazu wurde ein vermeintlicher Videobericht verbreitet. Bei Robin Williams gingen die Betrüger ähnlich geschmacklos vor. Sie verbreiteten den Link zu einem vermeintlichen Video, das der Schauspieler nur wenige Minuten vor seinem Tod aufgenommen haben soll. Auch in diesem Fall wurden die Facebook-Nutzer, die sich von dieser Meldung anlocken ließen, über den Link auf eine externe Webseite geführt, auf der es allerdings zu keinem Zeitpunkt ein Video zu sehen gab.

Da kann man einfach nicht wegschauen

Nicht immer setzen die Betrüger auf aktuelle Ereignisse, um die Nutzer hinters Licht zu führen. Zum Teil machen sie sich die reine Neugier bzw. eine gewisse Tendenz zum Voyeurismus der Anwender zunutze. Hierbei locken die Kriminellen beispielsweise mit Titeln wie „Riesenschlange verspeist Zoowärter“ oder aber „Schlimmster Motorrad Unfall der Welt“. Und auch vermeintliche pornografische Inhalte schaffen es zuweilen, einige Nutzer in die Falle tappen zu lassen.

Unterschiedliche Ansätze – gleiches Ziel

Auch wenn die Betrüger bei der Erstellung ihrer Hoaxes zuweilen auf verschiedene Inhalte setzen, gibt es doch stets einige Gemeinsamkeiten, anhand derer man solche Betrüge erkennen kann. In der Regel werden Nutzer früher oder später über einen Link auf eine externe Webseite umgeleitet, was an sich natürlich noch kein eindeutiges Indiz dafür ist, dass es sich um einen Betrug handelt. Wird man allerdings auf diesen Seiten aufgefordert, eine Reihe an Umfragen auszufüllen, persönliche Informationen jeglicher Art anzugeben oder aber den Beitrag erneut auf Facebook zu teilen, bevor man den versprochenen Inhalt sehen kann, sollte man sofort die Finger davon lassen. Das sind in der Regel eindeutige Hinweise darauf, dass es sich um Hoaxes handelt.

Genauso vorsichtig sollte man sein, wenn man aufgefordert wird, eine Video-Software zu aktualisieren, um ein vermeintliches Video sehen zu können. Hierbei handelt es sich unter Umständen um einen Trick, mit dem Betrüger dich dazu bringen, Schadsoftware auf deinen Rechner herunterzuladen.

Generell gilt, dass man stets hinterfragen sollte, ob eine Meldung tatsächlich seriös bzw. realistisch klingt und ob es sich lohnt, einen entsprechenden Link anzuklicken. Sollte man sich dafür entscheiden, dass es eine interessante Neuigkeit ist, über die man mehr erfahren möchte, ist es ratsam, außerhalb von Facebook auf bekannten Berichterstattungsplattformen nach Informationen zu dem Thema zu suchen. Handelt es sich um echte Nachrichten, kann man davon ausgehen, dass man hier früher oder später fündig wird.

Picture Credits: ©Thomas Leth-Olsen/Flickr

Autor , ESET