USB Type-C: Wie sicher sind die neuen Laptop-Eingänge?

Bei der Ankündigung des neuen MacBooks machte Apple die schlagzeilenträchtige Entscheidung bekannt, dass die Anzahl der Eingänge auf einen einzigen Anschluss für USB Type-C reduziert wurde. Mit diesem Vorgehen ist Apple nicht allein, auch Googles Flaggschiff – das Chromebook Pixel – wird nur über diese Schnittstelle verfügen. Diese kann man sowohl für das Aufladen des Akkus nutzen als auch für die Übermittlung von Daten. Doch was bedeutet das für die Sicherheit der Geräte?

BGR hat schon früh Bedenken aufkommen lassen mit dem Hinweis, dass es in der Vergangenheit bereits einige USB-Bedrohungen gab, wie z.B. BadUSB. Im Fall von gängigen USB-Sticks sind die Leute mittlerweile allerdings vorsichtiger geworden, weil sie um die Gefahren der Nutzung eines unbekannten Geräts wissen. Bei Ladegeräten ist das noch anders.

„Nutzer können potenziell gefährliche Inputs wie USB, FireWire oder Thunderbolt nicht länger von einem einfachen Ladegerät unterscheiden“, erklärte Diogo Monica, Vorsitzender von IEEEs Public Visibility Committee gegenüber Yahoo News. „Das bedeutet, dass Angriffe wie der durch BadUSB im vergangenen Jahr nicht nur weiterhin möglich, sondern auch schwieriger zu umgehen sind.“

Die Gefahren sollten allerdings nicht überbewertet werden, vor allem vor dem Hintergrund, dass es relativ teuer wäre, ein Standard-Netzteil in ein gutes Spionage-Gerät umzufunktionieren. Zwar wäre es möglich, Hardware dafür zu nutzen, um Daten zu stehlen und sie von dem Netzteil aus zu übermitteln, aber es wäre eine sehr kostspielige Lösung. Und um nichts ahnende Opfer zu ködern, müsste das manipulierte Gerät günstiger sein als das offizielle. Aus diesem Grund ist es wahrscheinlicher, dass sich Angriffe, die auf einem solchen Weg durchgeführt werden, potenziell gegen ganz bestimmte Individuen richten.

Und dennoch sollten wir uns fragen, welche Möglichkeiten Hersteller, die Anschlüsse für USB Type-C integrieren, haben, um ihre Systeme zu schützen. Wie The Verge betont, ist es tatsächlich schwerer als es klingt, weil USB ein Offener Standard ist. Während Apple in seine Lightning-Schnittstelle einen Authentifizierungs-Chip einbauen konnte, ist das bei Offenen Standards nicht möglich.

„Die Zusammenführung von Datenübertragungs- und Akkulade-Eingängen hat das neue MacBook und Pixel schneller und leistungsstärker gemacht, aber der Preis dafür ist eine ständige Sorge darüber, welchen Geräten man genügend vertrauen kann, um sie anzuschließen”, schließt The Verge ab.

Picture Credits: Hadrian / Shutterstock.com

Autor , ESET