9 Tipps für sicheres Weihnachtsshopping im Netz

Der Adventskalender ist schon halb leergefuttert und der Tannenbaum fast aufgestellt. Was sagt uns das? Richtig, Weihnachten steht vor der Tür. Online-Shopping sei Dank müssen wir nicht in die Eiseskälte, um Geschenke für die Lieben zu kaufen, sondern können unsere Weihnachtsshopping gemütlich vom warmen Sofa aus machen. Doch nicht für alle ist Weihnachten das Fest der Liebe, sondern auch ein Fest der Diebe. Damit ihr nicht die Katze im (Weihnachts-)Sack kauft, raten wir euch, einige Angebote und Webseiten genauer unter die Lupe zu nehmen.

  1. Mach auch deinem PC eine Freude mit einem Update-Paket

Genauso wie du dein Auto durchchecken lässt, bevor du auf Reisen gehst, solltest du deinen Computer auf den neuesten Stand bringen. Aktualisiere regelmäßig dein Betriebssystem, deinen Browser und deine installierte Software. Mit einer Sicherheitslösung schließt du Schwachstellen und schützt dich vor Online-Bedrohungen, wie beispielsweise gefälschten Webseiten mit dubiosen Angeboten. Vor deiner virtuellen Shoppingtour kannst du deinen Rechner auch mit dem kostenlosen Virenscanner auf Herz und Nieren prüfen.

  1. Augen auf bei unbekannten Händlern und Webseiten

Es herrscht viel Verkehr auf der digitalen Einkaufsstraße. Verheißungsvolle Angebote winken an jeder Ecke. Und dort lauert auch oft die Gefahr. Willst du auf Nummer sicher gehen, nutze vertrauenswürdige Onlineshops. Mach dich im Netz über den Webshop schlau. In Foren erfährt man so manches über den Ruf eines Ladens. Gute Produktbeschreibungen und detaillierte Kundeninformationen sind schon mal ein gutes Zeichen. Viele Webshops tragen heutzutage auch das Gütesiegel „Trusted Shops“. Eine zu späte Lieferung oder eine Zustellung an eine falsch Adresse sind zwar ärgerlich, aber viel besser, als gar nichts zu bekommen.

  1. Achte auf die “Verpackung” der Webseite

Bevor du mit dem virtuellen Weihnachtsshopping loslegst und deine persönlichen Daten aushändigst, solltest du dich vergewissern, dass der Kaufvorgang über eine verschlüsselte Seite abgewickelt wird. Das erkennst du durch einen Blick auf die Adresszeile deines Browsers. Hier sollte ein kleines Schloss und/oder ein „https“ anstatt des üblichen „http“ zu sehen sein.

  1. An “Hot Deals” verbrennt man sich auch leicht die Finger

In der Weihnachtszeit wimmelt es nur so von Rabattangeboten. Doch darunter gibt es auch einige leere und falsche Versprechen von Internetbetrügern. Mit einem Klick auf solche vermeintlichen Schnäppchen hast du womöglich nur einen Fremden glücklich gemacht – mit der Preisgabe deiner Zugangsdaten und folglich mit deinem Geld für seine Weihnachtseinkäufe. Vor allem bei Versteigerungsseiten oder sogenannten Cent-Auktionen solltest du besonders vorsichtig sein, denn hier zahlt man oftmals zusätzlich zum vermeintlichen Schnäppchen drauf.

  1. Finger weg von öffentlichen Hotspots

Öffentliche Hotspots kann man in etwa mit sperrangelweiten Haustüren vergleichen, die Diebe quasi dazu einladen, irgendetwas zu mausen. Beim Online-Shopping sind gesicherte Verbindungen das A und O. Andernfalls haben Internetkriminelle leichtes Spiel, an deine privaten Daten zu gelangen. Lieber mit den Einkäufen warten, bis man zu Hause am heimischen Netzwerk sitzt, als ein böses Erwachen zu erleben. Diejenigen, die sich darüber hinaus noch mehr schützen wollen, können eine VPN-Verbindung einrichten. Dann wird die Kommunikation zwischen Computer und dem adressierten Server über sicherere Kanäle geleitet.

  1. Tu nur deine Pflicht

Auf manchen Webseiten muss man sich anmelden, um seinem Kaufrausch freien Lauf zu lassen. Bei der Registrierung werden verschiedene persönliche Daten abgefragt. Die mit (*) markierten Felder sind Pflicht. Mehr Informationen solltest du auch nicht herausgeben, wenn es nicht ausdrücklich verlangt wird. Sind Pflichtfelder nicht klar erkennbar, klicke einfach ohne jegliche Angaben auf „registrieren“. Spätestens dann siehst du, welche Felder du tatsächlich ausfüllen musst.

  1. Am besten die Prepaid Kreditkarte zücken

Auch wenn in manchen Webshops Bankkarten bevorzugt werden, solltest du am besten eine Prepaid Kreditkarte nutzen. Zwar decken Bank- und Kreditkartenunternehmen in der Regel Verluste ab, wenn du eine ungewöhnliche Buchung oder eine gestohlene bzw. verloren gegangene Karte unverzüglich meldest. Aber falls du den Betrug zu spät bemerkst, hast du bei der Prepaid Kreditkarte die Absicherung, dass der Schaden auf die Summe begrenzt ist, die du zuvor auf die Karte geladen hast. Generell solltest du (nicht nur) in der Vorweihnachtszeit regelmäßig deinen Kontostand checken und bei verdächtigen Transaktionen sofort deine Bank informieren.

  1. Starke Passwörter statt leere Konten

Geräte, wie Notebooks, Tablets und Smartphones sollten immer passwortgeschützt sein. Heutzutage gehen die mobilen Geräte schnell mal verloren oder werden gestohlen. Umso wichtiger ist es, mit einem starken Passwort deine Daten vor fremden Fingern zu schützen, um nicht irgendwo im Netz auf deine Fotos oder Nachrichten zu stoßen. Ein sicheres Passwort für Rechner besteht aus zwei oder mehreren Wörtern und für Tablets und Smartphones aus numerischen oder alphanumerischen Zeichenketten. Nutze auch die Einstellungsoption, dass der Zugriff auf das Gerät nach mehrmaligen missglückten PIN-Eingabeversuchen gesperrt wird.

  1. Mit Backups auf der sicheren Seite

Die Durchführung von Backups ist entscheidend, als dass du dir einen sicheren Weg offenhältst, auch nach einer Infektion Daten- oder Geräteverlust an deine Daten zu gelangen. Hinzu kommt, dass der Einsatz an Ransomware („Erpressersoftware“) zunimmt, bei der deine gespeicherten Informationen von Angreifern verschlüsselt werden. Den vermeintlichen Entschlüsselungsschlüssel bekommst du nur gegen Entgelt. Und dann verlass dich nicht darauf, dass nach deiner Zahlung die Daten wieder freigegeben werden. Nicht zuletzt deswegen sind Backups eine feine Sache. Wie viele du letztendlich machst, hängt davon ab, wie oft sich deine relevanten Informationen ändern. Mit mindestens einmal pro Monat gehst du auf Nummer sicher.

Mit ein paar Vorkehrungen und etwas Umsicht können Weihnachtseinkäufe durchaus entspannt von der Couch aus erledigt werden. Damit erspart man sich nicht nur überfüllte Geschäfte, sondern auch die Schlepperei. Wichtig ist, frühzeitig Geschenke zu bestellen und unseren Tipps zu folgen. In diesem Fall ist Weihnachten gesichert. Beim Schnee ist es leider nicht so einfach.

Merry Christmas und happy Einkäufe!

Picture Credits: ©JD Hancock/Flickr

Autor , ESET

  • rugk

    „Oder auch mit einem Blick auf die Adresszeile im Browser: Dort sollte entweder ein anstatt des üblichen „http“ stehen.“ (bei 3.)

    Ich schätze mal hier hatte der Autor einen Denkaussetzer… ;-)
    „… Dort solte entweder ein „https“ anstatt des üblichen „http“ stehen oder… [?]“

  • rugk

    Das VPN-Video hat gar keinen Kontext – es wirkt ziemlich herausgerissen. Wenn man so ein Video da einbettet, sollte man auch erklären was ein VPN nun für sicheres Online-Shopping tun kann, bzw. (in diesem Fall, z.B. bei einem unvertrauenswürdigen VPN) sogar negative Folgen bezüglich der Sicherheit haben haben könnte.