Jennifer Lawrences Nacktbilder: Wie du deine Privatsphäre schützt

Jennifer Lawrence, Mary Elizabeth Winstead und einige andere Hollywoodstars waren Opfer eines Hacker-Angriffs, im Zuge dessen Nacktbilder der Betroffenen im Internet veröffentlicht wurden. Laut BuzzFeed hat ein Hacker die Bilder mutmaßlich aus Lawrences iCloud abgefangen und auf 4chan veröffentlicht.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Angreifer Zugang zu den persönlichen Informationen ihrer Opfer verschafft haben und diese veröffentlichen. Dadurch wollen sie oftmals entweder einfach nur Aufmerksamkeit erregen oder aber durch den Tausch gegen Bitcoins oder andere digitale Währungen ein wenig Geld verdienen.

Hacker kennen viele Wege, um dich oder dein Gerät anzugreifen und Zugang zu persönlichen Informationen zu erhalten. In dem aktuellen Fall wird vermutet, dass der Diebstahl einer Sicherheitslücke in Apples iCloud geschuldet ist. Denn bei Python gibt es einige Skripte im Internet, die einen Brute-Force-Angriff auf die Anmeldung zum FindMyiPhone-Dienst ermöglichen. Bislang wurde jedoch nicht bestätigt, dass der Hacker so vorgegangen ist. Zudem besteht natürlich die Möglichkeit, dass mehrere Angriffsarten benutzt wurden.

Aus diesem Grund wollen wir euch ein paar Ratschläge ans Herz legen, die euch dabei helfen sollen, eure Fotos, Video und damit eure Privatsphäre zu schützen, sodass euch nicht das gleiche Schicksal ereilt:

  • Nutze stets eine Zwei-Faktor-Authentifizierung bei Diensten, die sie anbieten. Bei den meisten E-Mail-Anbietern, Cloud-Diensten und sozialen Netzwerken besteht mittlerweile diese Möglichkeit.
  • Überprüfe die automatischen Backup-Optionen deines Cloud-Anbieters und deines Smartphones. Ein Backup ist eine gute Sache. Aber du solltest immer daran denken, dass ein Foto, das du gelöscht hast, eventuell als Kopie in der Cloud gespeichert wurde.
  • Besitzer eines Apple-Geräts sollten beim iCloud-Schlüsselbund einen komplexen Sicherheitscode verwenden.
  • Schütze dein Smartphone mindestens mit einer PIN – noch sicherer ist ein Passwort. Selbst wenn dieses nur aus vier Zeichen besteht, ist es sicherer als eine ebenso lange PIN. Beide Alternativen sind allerdings besser als nichts.
  • Eine Sicherheitslösung wird dich im Kampf gegen Malware unterstützen, die versucht, deinen Computer zu infizieren und Informationen zu stehlen.
  • Updates sind sehr wichtig. Jede Software sollte regelmäßig aktualisiert werden, sodass bekannte Sicherheitslücken repariert werden. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit der Ausnutzung einer Schwachstelle stark eingeschränkt.
  • Achte darauf, dass Webseiten, auf denen du persönliche Informationen preisgibst, immer HTTPS unterstützen. Hier wird die Kommunikation zwischen deinem Computer und dem Server verschlüsselt.
  • Im Gegensatz zu WLAN-Verbindungen auf der Arbeit stellen öffentliche Netzwerke in Kneipen, Cafés oder Restaurants oftmals eine Gefahr dar, weil der Traffic mitgelesen werden kann, wenn er nicht verschlüsselt ist.

Der simpelste Ratschlag besteht jedoch darin, sich genau zu überlegen, welche Informationen man auf seinem Computer oder Smartphone speichert. Wenn du nicht willst, dass irgendwann intime Fotos von dir im Internet auftauchen, solltest du sie gar nicht erst machen. Und wenn du es doch tust, solltest du stets die genannten Tipps befolgen. Zwar bieten auch sie keine absolute Sicherheit, aber man muss es Angreifern ja nicht unnötig leicht machen.

Picture Credits: ©Minglemediatv/Flickr

Autor , ESET

  • Hof-Fotograf

    Der beste Schutz gegen solche Erpressung: lachen und machen lassen – wer nichts zu verstecken hat, stört sich auch nicht an der Veröffentlichung seines Körpers – ein schöner Mensch sollte sich nicht seines Körpers schämen oder andernfalls sich nicht fotografieren — so einfach ist das!