Microsoft zieht mit globalem Cybercrime Center in den Kampf

Microsoft hat ein neues Cybercrime Center eröffnet. Hier wollen Anwälte und Sicherheitsexperten der Schwergewichte der IT-Branche mithilfe neuester Technologien und ihrem Expertenwissen gegen Online-Kriminalität vorgehen.

Die primären Ziele des Cybercrime Centers sind die Bekämpfung von IP Kriminalität, Schadsoftware – hier vor allem von Botnets – und der Ausbeutung von Kindern. Hierzu wird eine enge Zusammenarbeit mit Ermittlungsbehörden, Hochschulen, der Industrie und NGOs angestrebt.

Wie The Register berichtet, soll das Center auf der ganzen Welt verteilt 100 Mitarbeiter anstellen und für die Polizei die Möglichkeit bereitstellen, die Einrichtungen rund um die Uhr zu nutzen.

Zudem wird das Center laut dem Bericht bei internationalen Verbrechen mit Interpol zusammenarbeiten. In Anlehnung an die Fernsehserie wurde diese Einrichtung als „CSI: Hackers“ bezeichnet.

„Im Microsoft Cybercrime Center werden Experten mit Kunden und Partnern zusammenkommen um sich auf die eine Aufgabe zu konzentrieren: Menschen im Internet zu schützen“, sagte David Finn, Generalbevollmächtigter der Microsoft Digital Crime Unit, in einem Statement von Microsoft. Mithilfe der aktuellsten Methoden und Technologien in Kombination mit den unterschiedlichen, individuellen Fähigkeiten und Perspektiven soll das Internet für alle sicherer gemacht werden.

Laut Windows Phone Central ist das Center am Microsoft Hauptstandort in Redmond untergebracht, wo mithilfe von – wie Microsoft selbst verlauten lässt – „bahnbrechenden“ Technologien wie SitePrint (zur Bestimmung der Aufenthaltsorte von kriminellen Organisationen) und PhotoDNA (zur Bekämpfung von Kinderpornografie), gegen die Kriminalität im Internet vorgegangen werden soll.

In einem separaten Bereich des Cybercrime Centers soll Sicherheitsexperten von anderen Unternehmen und Akademikern die Möglichkeit gegeben werden, ihre Expertise mit einzubringen.

„Im Kampf gegen Internetkriminalität kann der öffentliche Sektor sehr stark von dem Expertenwissen privater Unternehmen, wie es von Microsoft bereitgestellt wird, profitieren.“, sagte Noboru Nakatani, Exekutivdirektor des Global Complex for Innovation von Interpol.

Man habe nur dann eine Chance, es mit der Internetkriminalität aufzunehmen, wenn alle, denen an der Sicherheit gelegen ist, miteinander kooperieren und geschlossen handeln. Das Microsoft Cybercrime Center sei hierfür ein zentraler Knotenpunkt, an dem die Informationen zusammenfließen und der Herausforderung effizient und vorausschauend begegnet werden kann.

Eine kleine Kriminalgeschichte aus Microsofts Digital Crimes Unit gibt den Kunden einen unterhaltsamen Einblick in die Arbeitsweisen und Ziele des Cybercrime Centers.
„Letztes Jahr schuf sich ein osteuropäischer Kingpin der Internetkriminalität eine Armee aus fünf Millionen Zombie-Computern. Diese standen nicht in einer feuchten Lagerhalle oder einem stillgelegten Einkaufszentrum herum, sondern in den Wohnungen und Büros von Menschen in über 90 verschiedenen Ländern.“

„Die Nutzer bemerkten nichts Ungewöhnliches an ihren Computern, waren völlig unwissend, bis der böswillige Anführer seine Armee mit einem Befehl zum Leben erweckte…“

Sie wollen wissen, wie die Geschichte weitergeht? In dem spannenden Artikel von WeLiveSecurity können sie mehr über Microsofts Kampf gegen das 500 Millionen Dollar Botnet erfahren!

Autor , We Live Security